Seit einigen Wochen liebe ich es, die Grain-Green-Bean-Formel zu erweitern und mehr als eine Sorte Hülsenfrüchte in einem Gericht zu kombinieren. Aus „GGB“ wird auf diese Weise „GGBB“ (Grain-Green-Bean-Bean).
Wie sieht das konkret aus? Zum Beispiel landen in meiner Gemüse-Reis-Pfanne sowohl Tofu als auch Edamamebohnen. Oder in meiner Linsenbolognese zusätzlich noch Kichererbsen. Oder eben im dem Zweierlei-Linsen-Curry, das ich dir gleich vorstellen möchte, neben den roten Linsen noch Berglinsen.
Das Ergebnis ist ein cremiges, leckeres Curry, das lange sättigt und direkt Lust auf mehr macht. „Unfassbar lecker“ waren Daniels Worte nach den ersten beiden Löffeln (und sein Eindruck blieb bis zum leergegessenen Teller derselbe).
Zweimal Bean = Extra Protein
Dieser kleine „Twist“ mit den doppelten Hülsenfrüchten erhöht den Proteinanteil und macht das Gericht gleichzeitig spannender und nährstoffreicher. Proteinreiche pflanzliche Lebensmittel sättigen nämlich nicht nur gut, sondern sie enthalten oft auch noch viele weitere Nährstoffe wie Eisen und Calcium.
Ich könnte noch unzählige weitere Beispiele für Gerichte nach der GGBB-Formel auflisten. Aber werde doch einfach selbst kreativ und wandle deine Grain-Green-Bean-Lieblinge entsprechend ab. Es dauert bestimmt nicht lange, bis du deine persönlichen Lieblings-Kombis gefunden hast. Und zum Einstieg probierst du am besten unser Zweierlei-Linsen-Curry aus und lässt es dir richtig gut schmecken!
Mein ultimativer Tipp, bevor du loslegst: Bereite unbedingt eine große Portion zu, denn das Curry schmeckt am nächsten Tag noch mindestens genauso gut.


Zutaten für 4 Portionen
- 2 EL Öl zum Anbraten (z.B. Rapsöl)
- 2 Zwiebeln (gewürfelt)
- 2 Knoblauchzehen (fein gehackt, optional)
- 1 Stück Ingwer (grob gehackt)
- 2 TL Currypulver
- 1 TL Garam Masala*
- 150 g Berglinsen (am Vorabend eingeweicht)
- 500 g passierte Tomaten
- 150 g rote Linsen
- 1 Kopf Blumenkohl
- 100 ml Kokosmilch*
- 650 ml Gemüsebrühe*
- Salz
- Pfeffer
- ½ TL Cayennepfeffer
- 2 TL Paprikapulver
- Chili (optional)
- 2 TL Zitronensaft
- 1 TL Süße (z.B. Agavendicksaft)
- 2 Handvoll frischer Spinat (in feine Streifen geschnitten)
Zum Garnieren
- 1 Bund frische Petersilie oder Koriander
Dazu
- Reis oder Naan-Brot
Zubereitung
- Berglinsen für mindestens 6-8 Stunden oder über Nacht in Wasser einweichen und anschließend in einem Sieb gut abspülen. Reis kochen oder Naan-Brot zubereiten.
- Öl in einem großen Topf erhitzen. Erst die Zwiebeln, dann den Knoblauch anbraten. Sobald sich die röstigen Aromen in der Küche verbreiten mit Garam Masala und Currypulver bestäuben, Ingwer zugeben und noch eine weitere Minute mitrösten.
- Berglinsen in den Topf geben. Mit Gemüsebrühe und passierten Tomaten ablöschen, zum Kochen bringen und köcheln lassen. Nach ca. 10 Minuten rote Linsen (nicht eingeweicht, nur abgespült) ebenfalls hinzufügen und mitkochen.
- Nach weiteren 10 Minuten den Blumenkohl (in kleine Röschen geschnitten) hinzugeben und ebenfalls mitköcheln lassen.
- Sobald die Linsen gar sind (beide Sorten!) Kokosmilch unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Paprikapulver, optional Chili sowie Zitronensaft und Süße abschmecken. Wenn nötig noch mehr Garam Masala und Currypulver hinzugeben.
- Als letzten Schritt noch den in Streifen geschnittenen Spinat unterheben.
- Das fertige Curry zusammen mit Reis oder Naan-Brot servieren und mit Koriander garnieren.
Zubereitungs- und Variationstipps
Die Kombination aus roten Linsen und Berglinsen ist in diesem Rezept perfekt, denn die Berglinsen behalten ihren Biss und die roten Linsen verbinden sich mit der Soße und machen sie noch cremiger. Es spricht nichts dagegen, eine Linsensorte zum Beispiel durch Kichererbsen auszutauschen.
Einweichen reduziert die Kochzeit der Berglinsen deutlich (vielen Dank an Franzi für den Tipp vor einigen Jahren). Es klappt natürlich auch ohne Einweichen, aber dann plane etwa 20 bis 30 Minuten mehr Kochzeit ein.
Der Spinat ist optional, aber er passt optisch und geschmacklich unglaublich gut dazu. Alternativ kann ich es mir auch mit Mangold, Grünkohl oder Pak Choi vorstellen.
Bei der Schärfe richtest du dich nach deinem eigenen Geschmack. Wenn du richtig Feuer haben willst, dann spare nicht mit Chili und Cayennepfeffer.
Die Portionsgrößen sind wie immer variabel. Für einige Menschen sind unsere Portionen zu groß, für andere sind die Angaben eher zu klein. Wir versuchen immer, die goldene Mitte zu finden. Du kannst deinen Hunger am besten selbst einschätzen. Aber es gilt: mehr ist nicht schlimm, denn das Curry schmeckt auch noch am nächsten oder übernächsten Tag sehr lecker.
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