Gibt es bei dir auch diese eine Ecke im Vorratsschrank, in die du lieber nicht so genau hineinschaust? Weil sich dort diverse Lebensmittel tummeln und du eigentlich gar nicht so genau weißt, was du am besten damit zubereiten sollst?
Wenn ja, dann sei dir sicher: Du bist nicht alleine!
Daniel und ich versuchen, immer nur Lebensmittel zu kaufen, die wir wirklich brauchen und verbrauchen. Trotzdem sammeln sich manchmal Dinge an, die von einem bestimmten Rezept übrig bleiben und irgendwann schlichtweg in Vergessenheit geraten. Und wenn wir dann mal wieder unseren Vorratsschrank oder eine Küchenschublade aufräumen, fallen uns plötzlich Lebensmittel in die Hände, von denen wir gar nicht wussten, dass sie noch in unserem Besitz sind.
So ging es mir vor einigen Wochen mit Belugalinsen. Ja genau: diese kleinen, schwarzen, runden Linsen, die in der veganen Küche gelegentlich als Kaviar-Alternative zum Einsatz kommen.
Und weil wir natürlich keine Lebensmittel verschwenden möchten, habe ich daraus eine kleine Challenge gemacht, und ganz bewusst mit Belugalinsen experimentiert. Herausgekommen ist eine einfache, richtig leckere Kartoffel-Belugalinsen-Currysuppe, die ich dir heute vorstellen möchte. Und ganz egal, ob du aktuell Belugalinsen zu Hause hast oder nicht, kann ich sie dir unbedingt empfehlen.
Eine weitere Suppe nach der Grain-Green-Bean-Formel
Die Zubereitung der Suppe ist kinderleicht: Zuerst werden die Belugalinsen und Kartoffeln vorgekocht (das kann sogar schon am Tag vorher passieren). Anschließend wird beides mit Karotten, grünem Blattgemüse, Kokosmilch, Gemüsebrühe und etwas Currygewürz oder Currypaste in einen großen Topf geworfen, gekocht und abgeschmeckt – und fertig ist eine leckere Mahlzeit, die richtig schön satt macht und sich perfekt für kalte Tage eignet, an denen man etwas Wärmendes für Körper und Seele braucht!
Auch hier wenden wir natürlich die Grain-Green-Bean-Formel an: Mit Kartoffeln als Grain-Komponente, Belugalinsen (= Bean) und verschiedenen Gemüsesorten (= Green) entsteht ein rundes Geschmacks- und Nährstoffprofil, das keine Wünsche offen lässt.
Und was soll ich sagen: Diese Suppe ist so gut geworden, dass die Packung Belugalinsen jetzt leer ist. Nachschub müssen wir also demnächst wohl doch besorgen. Aber dieses Mal wird die Packung garantiert nicht so lange in unserem Schrank auf ihre Verarbeitung warten!


Zutaten für 4 Portionen
- 1 EL Öl zum Anbraten (z.B. Rapsöl)
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen (optional)
- ¾ EL rote Currypaste*
- 100 ml Kokosmilch*
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 2 Karotten
- 120 g Belugalinsen
- 750 g Kartoffeln
- 1 TL Currypulver
- ¼ TL Garam Masala*
- 100 g Babyspinat (oder ein anderes grünes Blattgemüse)
- 1 EL Zitronen- oder Limettensaft
- 2 EL Sojasoße
- 1 TL Süße (z.B. Ahornsirup)
Zum Garnieren
- frischer Koriander
Zubereitung
- Belugalinsen in einem Sieb spülen und mit der doppelten Menge Wasser in einem Topf garen (ca. 40 Minuten). Anschließend überschüssiges Wasser abgießen. Gleichzeitig Kartoffeln in wenig Wasser garen (ca. 20 Minuten). Abkühlen lassen und in mundgerechte Würfel schneiden.
- In der Zwischenzeit die weiteren Zutaten vorbereiten: Zwiebeln würfen und Knoblauch hacken, Karotten würfeln und den Babyspinat waschen. Alle weiteren Zutaten bereitstellen.
- Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch glasig anbraten. Thai-Currypaste kurz mitbraten. Anschließend Kokosmilch hinzufügen und die Thai-Currypaste mit einem Kochlöffel einrühren.
- Gemüsebrühe hinzufügen und einmal zum Köcheln bringen. Dann Karotten, Kartoffelwürfel und Linsen sowie Currypulver und Garam Masala hinzufügen und für 2-3 Minuten köcheln lassen.
- Mit Zitronen- oder Limettensaft, Sojasoße und Süße und wenn nötig weiterem Currypulver und Garam Masala abschmecken.
- Zuletzt noch den Babyspinat unterheben, auf tiefen Tellern oder Schüsseln verteilen und mit frischem Koriander garnieren.
Zubereitungstipps für die Kartoffel-Linsen-Currysuppe
Anstelle von Babyspinat kannst du natürlich auch ein anderes grünes Blattgemüse verwenden. Besonders in der kälteren Jahreszeit eignen sich Schwarzkohl oder Grünkohl sehr gut. Beide bringen etwas mehr Biss mit und passen wunderbar in diese Suppe. Wichtig: Festere Sorten am besten fein schneiden und ein paar Minuten länger mitköcheln lassen.
Der frische Koriander ist für mich in diesem Rezept Pflicht. Wenn du zu den Menschen gehörst, die den Koriandergeschmack nicht mögen, dann schmeckt die Suppe natürlich auch mit Petersilie, Schnittlauch oder einem anderen Topping deiner Wahl.
Wenn du keine Belugalinsen im Haus hast und nichts extra kaufen möchtest, kannst du braune oder grüne Tellerlinsen verwenden. Sie behalten beim Kochen ihre Form besser als rote Linsen und sorgen ebenfalls für eine schöne, leicht sämige Konsistenz.
Statt roter Currypaste kannst du auch einfach mehr Currypulver verwenden. So bleibt die Suppe milder und „kindgerechter“. Taste dich am besten langsam heran und passe die Würze am Ende nach deinem Geschmack an.
Die Suppe eignet sich hervorragend zum Vorkochen. Im Kühlschrank hält sie sich 2–3 Tage und lässt sich gut aufwärmen. Beim Aufwärmen eventuell einen Schluck Wasser oder Brühe hinzufügen, da die Linsen während der Lagerung weitere Flüssigkeit aufnehmen.

super lecker! habe es heute Abend spontan für 8 Leute gekocht, hat allen geschmeckt und ging einfach zuzubereiten. danke für das Rezept.
Danke Sophia, das freut mich sehr 🙂
Sehr leckeres und tolles Rezept!
Danke Aina – das freut mich sehr 🙂