Erbsensuppe gehörte für mich lange in die Kategorie „ganz okay“. Essbar, aber nichts, worauf ich mich gefreut hätte. Heute ist das komplett anders. Ich liebe diese Suppe, denn sie ist angenehm deftig, macht satt, liefert ordentlich pflanzliches Protein und lässt sich wunderbar aus dem Kopf ganz ohne starre Mengenangaben zubereiten.
Genau so, wie wir es mögen!
Unsere Version kommt mit knusprigen Brotcroutons und „Speck“ aus fein gewürfeltem Räuchertofu daher. Die Brotwürfel schneiden wir klein und rösten sie ohne Öl, dafür maximal knusprig in unserem Airfryer* an, aber alternativ funktioniert das natürlich auch im Ofen oder einer Pfanne.
Wenige Zutaten, maximaler Geschmack
Was diese Suppe für uns so perfekt macht, ist ihre Schlichtheit. Neben Tiefkühl-Erbsen, die direkt gefroren in den Topf wandern, brauchst du nur Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und ein paar klassische Gewürze wie Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Majoran. Keine exotischen Zutaten – nichts, was du nicht wahrscheinlich schon zu Hause hast.
Das macht die Erbsensuppe perfekt für alle, die sich an ihre ersten veganen Kochversuche rantrauen (aber natürlich auch für erfahrene Vegan-Köche, die einfache Rezepte lieben).
Die Zubereitung ist genauso unkompliziert wie die Zutatenliste. Kochen, pürieren, fertig! Das Einzige, was du vorher erledigen musst, ist Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln zu schneiden und den Räuchertofu und das Brot zu würfeln. Den Rest erledigt der Topf und später der Pürierstab.
Vegane Erbsensuppe: Cremig ganz ohne Sahne
Ganz bewusst verzichten wir in diesem Rezept auf Pflanzensahne. Die Cremigkeit kommt ausschließlich durch die (mehligkochenden) Kartoffeln, und das funktioniert erstaunlich gut. Wenn du es noch cremiger oder reichhaltiger magst, kannst du natürlich trotzdem einen Schuss Pflanzensahne ergänzen.
Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Schulausflug im Winter auf den Fuchstanz, ein beliebtes Ausflugsziel mit Restaurant im Taunus. Das einzige warme Gericht neben Pommes war Erbsensuppe, wahlweise mit oder ohne Wurst. Dieses Bild der grün-gräulichen Suppe mit der riesigen Wurst werde ich nie vergessen. Obwohl ich damals Fleisch gegessen habe, sah das alles andere als appetitlich aus. Das hat meine Beziehung zur Erbsensuppe jahrelang nachhaltig belastet.
Heute gehört eine vegane Erbsensuppe für mich in dieselbe Kategorie wie Rührei oder Gulaschsuppe: Im Original überhaupt nicht mein Geschmack, aber in vegan super lecker. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!


Zutaten für 4 Portionen
- 450 g Tiefkühl-Erbsen
- 2 Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Öl zum Anbraten (z.B. Rapsöl)
- 3 mittelgroße Kartoffeln (mehlig kochend)
- 750 ml Gemüsebrühe*
- 1 TL Majoran (getrocknet)
- Salz und Pfeffer
- 1 TL Zitronensaft
- 1 TL Agavendicksaft (oder eine andere Süße)
Zum Garnieren
- 1 EL Öl zum Anbraten
- 200 g Räuchertofu (für den Tofuspeck)
- 2 Scheiben Vollkornbrot (für die Brotcroutons)
Zubereitung
- Zwiebeln würfeln und Knoblauch fein hacken. Kartoffeln schälen (optional) und in Würfel schneiden. Alle weiteren Zutaten griffbereit stellen.
- Öl in einem großen Topf erhitzen. Erst Zwiebeln glasig anbraten, anschließend Knoblauch hinzufügen und mitbraten.
- Sobald es in der Küche herrlich nach Zwiebeln und Knoblauch duftet, Kartoffelwürfel und Erbsen (müssen vorher nicht aufgetaut werden) zusammen mit der Gemüsebrühe in den Topf geben. Einmal zum Kochen bringen und anschließend bei mittlerer Temperatur so lange köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind (je nach Sorte und Würfelgröße ca. 15 Minuten).
- In der Zwischenzeit Räuchertofu in feine Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Räuchertofuwürfel kross anbraten. Brotscheiben ebenfalls in Würfel schneiden und ohne Öl in einer Pfanne, im Ofen oder im Airfryer* rösten.
- Sobald die Kartoffeln gar sind die Suppe mit Majoran, Salz und Pfeffer würzen. Mit Zitronensaft und Süße abschmecken. Anschließend cremig pürieren. Suppe auf Tellern anrichten und mit Räuchertofu- und Brotwürfeln garnieren.
Zubereitungstipps und Variationsideen für die Erbsensuppe
Die vegane Erbsensuppe wird allein durch die Kartoffeln schon richtig cremig. Wenn du es noch reichhaltiger magst, kannst du beim oder auch nach dem Pürieren einen kleinen Schuss Pflanzensahne unterrühren. Für uns ist die Cremigkeit ohne Pflanzensahne perfekt, aber vielleicht magst du es gerne noch cremiger.
Sollte dir die Suppe beim Pürieren zu dick werden, gib schluckweise etwas heiße Gemüsebrühe oder Wasser (oder natürlich Pflanzensahne) hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. So lässt sich die Konsistenz ganz unkompliziert an deinen Geschmack anpassen.
Für etwas mehr Würze empfehle ich rosenscharfes Paprikapulver oder eine Prise Cayennepfeffer. Auch hier gilt: langsam rantasten!
Eine tolle Alternative zum Räuchertofu sind knusprig geröstete Kichererbsen aus dem Ofen oder Airfryer* – eine tolle Alternative als Topping. Sie sorgen für Crunch, Röstaromen und zusätzliches pflanzliches Protein. Eine Anleitung für geröstete Kichererbsen findest du z.B. in diesem Rezept.

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