Mit einer klassischen Gulaschsuppe konnte man mich noch nie locken. Ganz im Gegenteil: Gulasch war für mich als Kind der Inbegriff von etwas, das ich überhaupt nicht lecker fand. Ich vermute, dass ich es damals einfach nicht mochte, wenn ich die einzelnen Zutaten nicht richtig erkennen konnte.
Ganz anders sieht es aus, wenn es um eine vegane Gulaschsuppe geht. Vor allem dann, wenn sie unkompliziert ist, satt macht und nach genau dem schmeckt, wofür eine Gulaschsuppe steht: deftig, würzig und wärmend.
Unser Ziel bei diesem Rezept war es, eine einfache und absolut alltagstaugliche vegane Gulaschsuppe zu entwickeln. Denn wir wissen aus eigener Erfahrung: Je schneller ein Gericht fertig ist, desto eher kochen wir es. Je weniger Zutaten wir extra einkaufen müssen, desto größer ist die Chance, dass es regelmäßig auf unserem Tisch landet. Und je unkomplizierter die Zubereitung ist, desto mehr Spaß macht das Kochen.
Gulaschsuppe in vegan: Bewährte Klassiker statt exotische Zutaten
Herausgekommen ist eine vegane Gulaschsuppe, die ohne exotische Zutaten auskommt und auf bewährte Klassiker setzt: Zwiebeln, Knoblauch, Paprika, Kartoffeln, Champignons, Tomatenmark, kräftige Gewürze und natürlich Sojaschnetzel (alternativ Schnetzel aus Erbsen) als proteinreiche Einlage. Also Zutaten, die die meisten von uns ohnehin vorrätig haben oder problemlos im nächstgelegenen Supermarkt bekommen.
Das Ergebnis ist für uns die perfekte Mischung: Zwar eine Suppe, aber durch Kartoffeln und Sojaschnetzel wunderbar gehaltvoll. Sie macht satt, wärmt von innen und lässt keine Wünsche offen. Und wir sind uns ziemlich sicher, dass man mit dieser Gulaschsuppe nicht nur Veganer:innen glücklich macht, sondern auch Nicht-Veggies problemlos überzeugen kann.
Okay, und jetzt lass uns direkt loslegen! Ich bin gespannt, wie dir unsere vegane Gulaschsuppe schmeckt.


Zutaten für 4 Portionen
- 1 EL Öl zum Anbraten (z.B. Rapsöl)
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Paprikaschoten (rot oder gemischt)
- 2-3 Kartoffeln (z.B. vorwiegend festkochend)
- 100 g grobe Sojaschnetzel*
- 100 g Champignons (optional)
- 75 g Tomatenmark
- 1-1,2 Liter Gemüsebrühe*
- 2 TL Paprikapulver (edelsüß oder rosenscharf)
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver (optional)
- Salz und Pfeffer
- 1 TL Zitronensaft (optional)
- 1 TL Süße (z.B. Agavendicksaft, optional)
Zum Garnieren
- 1 Bund frische Petersilie
Zubereitung
- Zwiebeln würfeln und Knoblauch fein hacken. Paprika und Kartoffeln ebenfalls würfeln und Champignons je nach Größe vierteln oder achteln. Alle weiteren Zutaten bereitstellen.
- Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln glasig anbraten und anschließend Knoblauch kurz mitbraten. Jetzt das Tomatenmark hinzufügen und mitrösten und das Paprikapulver dazugeben. Die Temperatur etwas reduzieren.
- Kartoffeln und Sojawürfel dazugeben und mit Gemüsebrühe ablöschen. Zum Köcheln bringen und für ca. 10 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
- Paprika und Pilze hinzugeben und so lange weiterköcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind (Gabelprobe!).
- Zum Schluss die Gulaschsuppe noch mit Salz und Pfeffer würzen, mit Zitronensaft und etwas Süße abschmecken, auf Tellern verteilen und mit Petersilie garnieren.
Zubereitungstipps und Variationsmöglichkeiten
Entgegen vieler Quellen müssen Sojaschnetzel nicht vorher eingeweicht und ausgespült werden. Du kannst sie direkt in der Suppe garen. Anstatt Sojachunks kannst du auch Erbsenschnetzel verwenden.
Statt Champignons funktionieren auch andere Pilzsorten wie Austernpilze oder Kräuterseitlinge. Und wenn du keine Pilze magst: einfach weglassen.
Wer mehr Sättigung und Kohlenhydrate braucht (zum Beispiel nach einer langen Sporteinheit), darf gerne noch eine Scheibe Vollkornbrot zur Gulaschsuppe essen. Statt Kartoffeln eignen sich auch kleine Suppennudeln als Einlage.
Wenn du auf eine würzigere, leicht scharfe Gulaschsuppe stehst, dann verwende unbedingt rosenscharfes Paprikapulver und zusätzlich noch ein paar Chiliflocken oder Cayennepfeffer. Das kann zusätzlich wärmen!
Und ganz wichtig: am nächsten Tag schmeckt die vegane Gulaschsuppe aufgewärmt mindestens genauso gut. Das haben wir mehrfach für dich getestet! 😉

Hab ich sofort nachgemacht, da ich alle Zutaten da hatte. Hab nur noch eine Möhre kleingewürfelt mit dazu genommen und mehr Tomatenmark. Das mit den Schnetzeln sofort in den Topf hat super geklappt und hat richtig lecker geschmeckt. Menge war allerdings sehr reichlich! Danke für eure immer wieder tollen Rezepte- auch wenn ich mit Marathon nichts am Hut habe.
Hallo Anneli,
das freut mich. Und ja, Portionsangaben sind immer so eine Sache. Aber glücklicherweise kann man Reste am nächsten Tag einfach aufwärmen!
Super-lecker und schnell und einfach gemacht. Mein neuer Lieblings-Suppen-Klassiker für den Winter. Vielen, vielen Dank, bin noch neu in der veganen Küche und wirklich mega-begeistert von diesem leckeren und wärmenden Rezept!
Hallo Anjali,
das freut mich sehr – und viel Spaß beim Ausprobieren und Ankommen in der veganen Küche!
Tolles Rezept, haben sie am Wochenende direkt ausprobiert und für gut befunden – war nach einem 10k Wettkampf eine leckere, stärkende und wärmende Speise! Da wir keine Soja-Chunks mehr in der Schublade hatten, wurden es welche aus Erbsenprotein – die bekamen eine recht weiche Konsistenz, was aber klasse war. Als Abwandlung könnte ich mir Paprikamark statt Tomatenmark vorstellen, dass gibt noch einen krasseren „Gulasch-Geschmack“ – dieses Mark kriegt man preiswert in türkischen Supermärkten, dabei auf die Schärfe achten (tatli ist mild), sonst erlebt man eine Überraschung.
Hallo Christian,
das freut mich sehr! Wir haben mittlerweile auch ein Produkt gefunden, das hauptsächlich aus Erbsen und Favabohnen besteht und lieben die Konsistenz in solchen Gerichten sehr.
Und ja, das Paprikamark kenne ich, muss ich unbedingt mal wieder kaufen. Danke für die Erinnerung.