Vor einigen Wochen haben wir im beVegt-Podcast von unseren Erlebnissen auf dem South Downs Way berichtet. Einer der Gründe, warum uns unser Urlaub in England so positiv in Erinnerung bleiben wird, ist das überraschend große und ausgesprochen leckere vegane Essensangebot. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet!
Eines unserer kulinarischen Urlaubshighlights war ein veganer Auberginenauflauf mit Kichererbsen und Tomaten. Die Auberginen waren herrlich weich, die Tomatensoße wunderbar würzig und das Ganze kam komplett ohne Käse aus. So lecker, dass ich das Gericht zu Hause unbedingt nachkochen musste!
Gerade über das britische Essen gibt es ja jede Menge Vorurteile, die wir überhaupt nicht bestätigen können. Wir hatten selbst in ländlichen Regionen nie Probleme, ein veganes Frühstück zu bekommen. Nahezu jedes kleine Café entlang des South Downs Way hatte veganen Kuchen und Cappuccino mit Hafermilch im Angebot, und in wirklich jedem Pub gab es mindestens ein veganes Hauptgericht auf der regulären Speisekarte.
Nach dem einzigen Regentag unserer Wanderung kamen wir etwas durchgefröstelt und durchgepustet im kleinen Ort Alfriston an. Dort haben wir uns abends über einen fantastischen Auberginen-Kichererbsen-Auflauf mit Pommes gefreut, der uns noch lange in Erinnerung bleiben sollte.
Ein Auberginen-Kichererbsen-Auflauf als Urlaubssouvenir
Rezeptideen sind sowieso das Beste, das wir aus dem Urlaub mitbringen können. So nehmen wir ein Stück Urlaubsgefühl mit nach Hause, verlängern die schönen Erinnerungen, und haben keinen Nippes herumstehen, den man dann doch irgendwann entsorgt.
Nach unserer Rückkehr habe ich den Auflauf aus dem Kopf „nachgebastelt“, und das Ergebnis ist für mich perfekt geworden. Ich habe noch überlegt, ob ich zum Überbacken einen Hefeschmelz zubereiten soll (ein Rezept dafür findest du in diesem Rezept ganz unten). Letztendlich habe mich aber dagegen entschieden und stattdessen vor dem Backen gemahlene Haselnüsse als Topping darübergestreut.
Das sieht nicht nur schön aus, sondern sorgt auch für eine feine nussige Note, die wunderbar mit den weichen Auberginen und der fruchtig-würzigen Tomaten-Kichererbsen-Soße harmoniert.
Statt Pommes gab es bei uns knusprige Kartoffeln aus unserem Airfryer*. Die Reste des Auflaufs haben wir am Abend mit einer Scheibe frischem Vollkornbrot gegessen. Auch das ist richtig lecker. Ein kleiner grüner Salat rundet das Gericht optisch und geschmacklich ab, ist aber kein Muss. Deshalb habe ich ihn auch nicht in die Zutatenliste aufgenommen.
Dieses Rezept kann ich übrigens auch Menschen empfehlen, die Auberginen bislang eher skeptisch gegenüberstehen. Normalerweise finde ich es ziemlich schwierig, Auberginen ohne Unmengen an Öl richtig weich zu bekommen – aber hier funktioniert es wunderbar. Es dauert zwar ein paar Minuten länger, doch die meiste Arbeit übernimmt der gute alte Backofen.
Also lass uns loslegen, denn es wird lecker!


Zutaten für 2 große Portionen
- 2 mittelgroße Auberginen
- 2 EL Olivenöl
- 2 rote Zwiebeln
- 2-3 Knoblauchzehen
- 1 EL Olivenöl
- 4 EL Tomatenmark
- 6 getrocknete Tomaten (klein geschnitten)
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- ½ TL Kreuzkümmel
- 1 TL Oregano
- ½ TL Zimt (optional)
- ½ TL Cayennepfeffer (optional)
- 400 g gehackte Tomaten (Dose)
- 250 g Kichererbsen (gekocht, Abtropfgewicht)
- 2 EL Hefeflocken*
- 100 ml Wasser
- 1 TL Ahornsirup*
- 1 EL dunkler Balsamicoessig
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Für das Topping
- 3 EL gemahlene Haselnüsse
Für die Kartoffeln aus dem Airfryer
- 500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend, am besten vorgekocht)
- 1 EL Öl (zum Beispiel Rapsöl)
- ¼ TL Salz
- 1 TL Knoblauchpulver
- 1 TL Speisestärke
- Pfeffer nach Belieben
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Auberginen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, nebeneinander auf einem Backblech verteilen und dünn mit Olivenöl einpinseln. Etwa 22 Minuten backen, bis die Scheiben schön weich sind und sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen. Bei Bedarf ein zweites Backblech verwenden und die Auberginen nacheinander backen.
- Während die Auberginen im Ofen sind, die Zwiebeln würfeln und den Knoblauch hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und beides etwa 4 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen.
- Tomatenmark und die klein geschnittenen, getrockneten Tomaten dazugeben und etwa 1 Minute mitbraten.
- Geräuchertes Paprikapulver, Kreuzkümmel, Oregano sowie nach Belieben Zimt und Cayennepfeffer hinzufügen und kurz unterrühren.
- Die gehackten Tomaten, Kichererbsen und das Wasser dazugeben und alles gut vermengen. Anschließend Hefeflocken, Ahornsirup und Balsamico einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Soße bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen.
- Die Backofentemperatur auf 190 °C Ober-/Unterhitze reduzieren. Die Hälfte der Soße in eine Auflaufform geben, die vorgebackenen Auberginenscheiben darauf verteilen und mit der restlichen Soße bedecken. Zum Schluss die gemahlenen Haselnüsse gleichmäßig darüberstreuen und den Auflauf etwa 25 Minuten backen.
- Während der Auflauf im Ofen ist, die vorgekochten Kartoffeln würfeln und in einer Schüssel vorsichtig mit Öl, Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver und Speisestärke vermengen. Die Kartoffelwürfel bei 200 °C etwa 20 Minuten im Airfryer* knusprig backen und dabei alle 5 Minuten durchschütteln. Alternativ lassen sich die Kartoffeln auch im Backofen zubereiten.
- Den Auberginenauflauf zusammen mit den knusprigen Kartoffelwürfeln servieren und genießen!
Zubereitungs- und Variationstipps
Die Zutatenangaben sind standardmäßig für 2 (sehr) große Portionen. Reste passen hervorragend zu einer Scheibe Brot – entweder aufgewärmt oder kalt.
Die Auberginenscheiben sollten beim Vorbacken wirklich schon weich werden. Dann saugen sie später die Soße gut auf und der Auflauf bekommt diese schöne, fast schmelzende Konsistenz.
Die Soße darf vor dem Schichten etwas kräftiger gewürzt sein. Auberginen und Kichererbsen nehmen beim Backen einiges an Würze auf.
Wenn die Soße beim Köcheln zu stark eindickt, gib noch einen kleinen Schuss Wasser oder Pflanzensahne hinzu. Sie sollte eher saftig als trocken sein, damit der Auflauf gut durchzieht.
Statt gemahlener Haselnüsse passen als Topping auch gemahlene Walnüsse oder Mandeln als letzte Schicht auf den Auflauf.

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