Der Umgang mit Ablenkungen durch Smartphone, Social Media und Apps beschäftigt uns schon seit vielen Jahren. Wir haben uns mit digitalem Minimalismus auseinandergesetzt und uns nach und nach von Facebook und Insta-Stories verabschiedet.
Und schließlich haben wir im Sommer 2025 sogar unsere eigene Online-Community gegründet, um den manipulativen Algorithmen von Instagram und Co. zu entkommen und einen Ort zu haben, an dem wir uns ohne Werbedruck und Endlosfeeds austauschen können.
Trotzdem hat das Smartphone noch bis vor Kurzem deutlich mehr Raum in unserem Alltag eingenommen, als uns lieb war. Wir haben es beide gespürt: innere Unruhe, gedankenloses Scrollen und die Unfähigkeit, uns längere Zeit auf ein Buch oder ein Gespräch zu konzentrieren, ohne ständig gedanklich zum Handy abzuschweifen.
Das Smartphone als Werkzeug
Vor ein paar Wochen kam uns dann, bei einer Wanderung im Taunus, die entscheidende Idee: Was würde passieren, wenn wir das Smartphone ab sofort aus unserem Blickfeld verbannen? Wenn wir es von einem ständigen Begleiter zu einem Werkzeug machen – zu etwas, das wir benutzen, wenn wir es brauchen, und danach wieder zurück in die Werkzeugkiste legen?
In dieser Folge des beVegt-Podcast erzählen wir dir, wie diese kleine Maßnahme gerade unseren Alltag verändert … und was eine Brotbox und die Geschichte vom Trojanischen Pferd damit zu tun haben.
Wir wünschen dir viel Spaß beim Zuhören und freuen uns wie immer über deine Rückmeldung in den Kommentaren oder im zugehörigen Thread in unserer Community.
Links und Infos zur Show
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- beVegt-Podcast #178: Warum wir uns von Apps, Instagram-Stories und Facebook-Freunden getrennt haben
- beVegt-Podcast #464: Goodbye Facebook, Netflix, Amazon & Co.?
- Beitrag: Digitaler Minimalismus: Besser leben mit weniger Technologie
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- Vier Tage ohne Smartphone, Social Media und Co.: OFFLINE (unser neues Wochenende in Hanau)
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Hallo Katrin, hallo Daniel,
danke für die inspirierende Folge. Auch mich hat das wieder einmal angeregt, meinen Smartphone-Konsum zu überdenken und mein Smartphone „wegzusperren“. Was mich hingegen ein wenig wundert, ist eure Betrachtung des Marketings von Influencern. Meiner Meinung nach gehört ihr doch auch zu dieser Bubble. Ihr vertreibt eure Trainingspläne, verkauft eure Bücher und Programme. Ihr profitiert doch von diesem System. Da hätte ich mir auch eine selbstkritischere Haltung gewünscht. Oder mir ist da was „untergegangen“, was ihr in der Community besprochen habt.
Hallo Jana, danke für deine Rückmeldung – und schön, dass dir die Folge gefallen hat!
Du hast natürlich recht, dass wir selbst auch Teil der Online-Marketing-Welt sind. Daraus machen wir aber auch gar keinen Hehl – im Gegenteil: Wir haben das in der Vergangenheit schon häufiger ganz offen thematisiert, zum Beispiel in dieser Folge, in der wir unter anderem über unsere Zwiegespaltenheit bezüglich der Amazon-Partnerlinks auf beVegt gesprochen haben: https://www.bevegt.de/goodbye-facebook-netflix-amazon-podcast/
Vielleicht hätten wir diesen Aspekt in der aktuellen Folge noch einmal deutlicher machen können. Grundsätzlich sehen wir aber keinen Widerspruch darin, einerseits selbst Marketing zu betreiben und andererseits bestimmte Entwicklungen in diesem Bereich kritisch zu sehen.
Werbung an sich ist ja erst einmal nichts Verwerfliches – sie gehört zu unserem Wirtschaftssystem dazu, und wenn man von seiner Arbeit leben möchte, wird man kaum vollständig darauf verzichten können. Für uns ist deshalb vor allem die Frage entscheidend: Wie macht man Werbung und Marketing?
Und da finden wir schon, dass wir sehr transparent sind und einen hohen ethischen Anspruch an uns selbst haben. Wir lassen uns zum Beispiel nur auf Kooperationen ein, die unseren Werten entsprechen, und lehnen das allermeiste ab, was an uns herangetragen wird. Wir verzichten aus Prinzip auf die Teilnahme an Black Friday und Co., obwohl wir damit sicherlich gutes Geld verdienen könnten. Und wir nutzen keinerlei Trackingtechniken wie Facebook-Pixel oder entsprechende Cookies, um unsere „Conversion“ zu steigern.
Unsere Kritik in der Folge richtete sich ja vor allem gegen den Konsumdruck, der auf Social Media entsteht, und gegen Anreizsysteme wie das von uns angesprochene Affiliate-Marketing, bei denen Creator immer stärker dazu gebracht werden, möglichst viel aus ihren Communities „herauszuholen“.
Wir hoffen deshalb schon, dass du einen Unterschied zwischen der Art und Weise, wie wir beVegt betreiben, und „diesem System“ siehst, wie du es nennst 😉
Liebe Grüße
Daniel
Hallo Zusammen,
Tolle Folge. Besonders ähnlich geht es mir mit Daniels Beobachtung, dass das Smartphone /die digitale Welt einem Dinge „versaut“ hat.
Mir geht es mit Büchern und Filmen so. Durch die ständige Verfügbarkeit von unendlichen Filmen in den mediatheken hab ich komplett die Lust verloren. Ich „könnte“ ja immer alles schauen, dadurch ist der Spaß weg. Ich lese immer noch gerne und liebe meinen kindle aus diversen Gründen ABER der Reiz ein neues Taschenbuch in der Buchhandlung zu kaufen ist für mich kaputt.
Ich bin auch auf dem Weg einen sinnvollen Umgang zu finden mit dem Smartphone. Vor 22 Jahren hab ich mit dem Rauchen aufgehört, das kommt mir dagegen fast einfach vor 🙈.
Alles Gute für Euren Weg
Liebe Grüße
Daniela
Hey Daniela, tut mir leid dass es dir da genauso geht wie mir 😉 Ich merke aber, dass die Freude an diesen Dingen langsam zurückkommt, seit ich mein Smartphone „verstecke“ und mich wieder stärker mit analogen Dingen beschäftige. Vielleicht braucht es einfach nur etwas Zeit dafür … ich drücke jedenfalls die Daumen, dass du irgendwann auch wieder die Freude an einem guten Film findest. Buchhandlungen sind übrigens auch für mich keine Wohlfühlorte mehr, jedenfalls die ganz großen nicht – ich fühl mich da einfach nur total erschlagen von dem riesigen Angebot.
Liebe Grüße
Daniel
Hallo,
wenn man mit Home Computern und PCs sozialisiert wurde, tut man sich schwer, die Begeisterung für Smartphones nachzuvollziehen. 😉
Okay, man kann es (im Gegensatz zum PC) überall dabei haben – aber der mickrige Bildschirm (aka „Mäusekino“), die mickrige Tastatur, die im Vergleich zum PC eingeschränkte Nutzbarkeit von parallelen Tabs im Browser oder parallelen Programmen?
Ist schon toll, was die jungen Leute alles mit ihrem Handy erledigen können – aber dafür werde ich nicht vom Handy abhängig. Im Gegenzug bin ich natürlich ein bisschen abhängig(er) vom PC – weil man den aber nicht mitnehmen kann, geht die Abhängigkeit wohl nicht so tief.
Ich kann deswegen über solche Artikel leicht schmunzeln – und ihr lasst euch von mir bitte nicht provozieren … 😉
Liebe Grüße Walter
Hallo Walter,
das ist doch super dass du damit keinerlei Herausforderungen hast. Die Rückmeldungen zu der Folge waren überwältigend – wir haben da anscheinend einen Nerv bei unseren Podcast-Hörer:innen getroffen …