Seit wir vor einem guten halben Jahr schwach geworden sind und uns „endlich“ einen Airfryer* zugelegt haben, beobachten wir an uns selbst einen interessanten Trend: Wir kochen immer häufiger Gerichte mit nur einer Handvoll Zutaten.
Zugegeben: Fünf verschiedene Gemüsesorten putzen und schnippeln und dann noch alles mit der halben Gewürzschublade abschmecken – das war sowieso noch nie unser Ding.
Aber inzwischen ertappen wir uns regelmäßig dabei, wie wir den Minimalismus beim Kochen selbst für unsere Verhältnisse auf die Spitze treiben: Ein Getreide, ein Gemüse, eine Hülsenfrucht und ein Gewürz (okay, vielleicht auch zwei oder drei ;-)).
Der bunte Quinoa mit Tomatensugo und Umami-Tofu, den wir dir heute vorstellen, ist ein perfektes Beispiel dafür, dass weniger auch beim Kochen oft mehr ist. Weil sich die drei Hauptzutaten – Quinoa, Tomate und Tofu – die Bühne nicht mit zahlreichen Nebendarstellern teilen müssen, kommt ihr Geschmack umso besser zur Geltung.
Quinoa + Tomate + Tofu = Geschmacksexplosion
Über Quinoa müssen wir dabei nicht viele Worte verlieren. Die kleinen Körner stecken voller wichtiger Nährstoffe wie Eisen und Eiweiß, und lassen sich mit ihrem dezent-nussigen Geschmack vielseitig einsetzen.
Auf die Tomatensaison freuen wir uns immer schon das ganze Jahr. Sie passen in Salate, Suppen oder Gemüsepfannen, schmecken auch pur und sind die ideale Grundlage für viele Soßen und Dips. In diesem Gericht stellen wir sie in den Mittelpunkt und zaubern daraus ein fruchtiges Tomatensugo, das dich begeistern wird.
Die Krönung ist aber definitiv der knusprige Umami-Tofu, den du im Airfryer oder auch im Backofen zubereiten kannst. Wir haben uns komplett in dieses simple Tofurezept verliebt und können aktuell gar nicht genug davon bekommen. Probier es unbedingt mal aus – aber Vorsicht: dein Tofuverbrauch könnte sich (so wie bei uns) schlagartig vervielfachen 😉
Wir wünschen dir viel Spaß beim Zubereiten und Genießen. Weiter unten findest du noch ein paar Zubereitungs- und Variationstipps … und verrate uns gerne in den Kommentaren, wie es dir geschmeckt hat!


Zutaten für 2 Portionen
- 100 g Quinoa (bunt)
Für den Tofu
- 200 g Naturtofu
- 1 TL Öl (z.B. Rapsöl)
- 1 EL Sojasoße
- 1 TL Hefeflocken*
- 2 TL Speisestärke
Für das Tomatensugo
- 1 EL Öl (z.B. Raps- oder Olivenöl)
- 1 rote Zwiebel
- 500 g Tomaten
- 1 EL Hefeflocken*
- 1 TL Agavendicksaft (oder andere Süße)
- ⅓ TL Salz
- ½ TL Pfeffer
Topping
- ½ Bund frische Petersilie
Zubereitung
- Den Quinoa unter heißem Wasser abspülen, um die Bitterstoffe von der Schale zu entfernen. Anschließend nach Packungsanweisung zubereiten – wir verwenden dafür unseren Reiskocher*.
- Den Tofu mit den Händen auspressen und in mundgerechte Stücke zerbrechen. Zusammen mit Öl, Sojasoße, Hefeflocken und Speisestärke in ein verschließbares Gefäß geben und kräftig schütteln, bis alles mit der Marinade bedeckt ist.
- Den marinierten Tofu im Airfryer* oder auf einem Backblech im Ofen bei 200 Grad Umluft ca. 20 Minuten lang goldbraun backen. Zwischendurch gelegentlich auflockern bzw. wenden.
- In der Zwischenzeit die Zwiebeln und Tomaten fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig anbraten. Die Tomaten hinzugeben und bei mittlerer Hitze ca. 5-10 Minuten lang köcheln lassen. Hefeflocken und Agavendicksaft untermischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
- Zuletzt den Quinoa zusammen mit dem Tomatensugo und den Tofustücken anrichten und mit frischer Petersilie garnieren.
Zubereitungs- und Variationstipps
Falls du dich darüber wunderst, warum der Tofu nicht in Würfel geschnitten, sondern grob zerbrochen wird: er nimmt auf diese Weise (durch die größere, gröbere Oberfläche) viel besser die Marinade auf. Es war ein echtes Aha-Erlebnis für uns, als wir ihn zum ersten Mal so in unserem Airfryer zubereitet haben, und seitdem hat sich unser Tofukonsum nahezu verdreifacht 😉
Wir sind riesige Quinoa-Fans, und finden, dass das nussig-kernige Pseudogetreide hervorragend zu diesem Gericht passt. Es schmeckt aber auch mit fast jeder anderen „Grain-Komponente“ – probier es also gerne auch mal mit Pasta, Reis oder Hirse aus.
Das Rezept ist bewusst minimalistisch gehalten, weil so der Geschmack der einzelnen Zutaten voll zur Geltung kommt. Du kannst es aber natürlich noch mit weiteren Gewürzen verfeinern … wir können uns zum Beispiel eine leichte Currynote oder etwas Schärfe sehr gut vorstellen.
Und wenn dir „nur“ Tomaten und Petersilie zu wenig „Green“ sind, dann ergänze gerne noch weiteres Gemüse deiner Wahl, wie zum Beispiel Zucchini, Brokkoliröschen oder Blattspinat.
Noch mehr leichte Sommergerichte
- Bunter veganer Kartoffelsalat mit Tempeh und Rucola (ohne Mayo!)
- Gebackene Tomatensuppe: das Beste was eine reife Tomate werden kann!
- Grüne Sommerbowl mit cremigem Erdnussdressing
- Sommerliche Paprika-Protein-Pasta (vegan und superschnell)
- Vegane Hummus-Pizza mit Weintrauben und buntem Gemüse der Saison

Schreibe einen Kommentar