Pizza Marinara ist der beste Beweis dafür, dass richtig gutes Essen nicht kompliziert sein muss. Ein knuspriger Hefeteig, eine fruchtige Tomatensoße, ein paar frische Tomaten und als Topping etwas Rucola oder Basilikum … Mehr braucht es oft gar nicht, damit aus wenigen Zutaten ein echtes Lieblingsessen wird, das nach Sommer schmeckt.
Das Besondere an dieser Pizza ist für uns zum einen der Teig: Wir verwenden Pizzamehl, das etwas proteinreicher ist als klassisches Weizenmehl und dem Teig eine tolle Struktur gibt. Ich bin jahrelang im Supermarkt daran vorbeigelaufen, ohne zu wissen, dass es so etwas überhaupt gibt. Inzwischen möchte ich es für Pizza nicht mehr missen. Der Dank dafür geht mal wieder an unsere großartige Community, in der wir uns natürlich auch über Rezepte austauschen.
Und dann ist da natürlich noch die vegane Käsealternative. Statt auf gekauften Streukäse zurückzugreifen, rühren wir sie einfach selbst an. Die Basis bildet Mandelmus, und dazu kommen ein paar haushaltsübliche Zutaten, die du sehr wahrscheinlich sowieso schon zu Hause hast. Das Ergebnis ist cremig-würzig und passt nicht nur auf Pizza, sondern auch auf Aufläufe, Ofengemüse oder überbackene Brote aus dem Ofen.
Für mich ist diese Pizza das perfekte Sommergericht: unkompliziert, aromatisch und genau richtig für einen lauen Abend auf dem Balkon mit einem erfrischenden Kaltgetränk.
Also schnapp dir Mehl und Hefe und leg los. Diese einfache Pizza Marinara wirst du bestimmt nicht nur einmal backen.


Zutaten für 1 Blech
- 400 g Pizzamehl (alternativ normales Mehl)
- ½ Würfel Frischhefe
- 1 TL Zucker
- 2 TL Salz
- 200 ml lauwarmes Wasser
- 2 EL Olivenöl
Für die Soße
- 100 ml passierte Tomaten
- 1 TL getrocknete italienische Kräuter
- 1 Spritzer Agavendicksaft
- Salz und Pfeffer
Für den veganen Käse
- 2 EL weißes Mandelmus
- 1 EL Hefeflocken*
- ¼ TL Salz
- 30 ml Wasser
Zum Garnieren
- frischer Rucola oder frischer Basilikum
Zubereitung
- Für den Teig das Mehl in eine ausreichend große Schüssel sieben. Zucker und Salz dazugeben und die Hefe reinbröseln. Langsam Wasser hinzugeben und mit dem Knethaken eines Handrührgeräts oder einer Küchenmaschine zu einem schönen Pizzateig verkneten. Zugedeckt an einem warmen, nicht-zugigen Ort für mindestens 30 Minuten gehen lassen.
- In der Zwischenzeit die Soße und den Käse herstellen. Dafür passierte Tomaten mit Gewürzen vermengen. Rucola oder Basilikum waschen und trocken. Und für den Käse alle Zutaten in einem Schälchen verquirlen.
- Anschließend den Teig auf einer bemehlten Unterlage ausrollen und auf ein Backblech geben. Die Tomatensoße gleichmäßig dünn darauf verteilen. Zum Schluss mit dem Käse toppen: gleichmäßig große Kleckse mit dem Löffel verteilen und dann vorsichtig glattstreichen.
- Bei 250°C Umluft ca. 10-12 Minuten (ohne Vorheizen ca. 12-15 Minuten) backen. In Stücke schneiden und mit frischem Rucola oder Basilikum toppen.
Zubereitungs- und Variationstipps für die vegane Pizza Marinara
Für den Belag kannst du neben der Tomatensoße noch ein paar frische Tomaten verwenden. Besonders gut eignen sich kleine Cocktail- oder Datteltomaten, die du halbierst und direkt auf der Pizza verteilst. Sie werden beim Backen leicht süßlich und geben der Pizza noch mehr Fruchtigkeit.
Der Mandelmus-Käseersatz lässt sich ganz nach Geschmack anpassen. Wenn du es etwas würziger magst, kannst du etwas mehr Hefeflocken oder einen kleinen Spritzer Zitronensaft verwenden. Für eine feinere Knoblauchnote passt auch eine kleine Menge Knoblauchpulver oder eine sehr fein geriebene Knoblauchzehe. Wird die Masse zu fest, rührst du esslöffelweise etwas Wasser ein, bis sie sich gut auf der Pizza verteilen lässt.
Achte beim Teig darauf, ihn möglichst dünn auszurollen oder mit den Händen vorsichtig in Form zu ziehen. So wird er außen schön knusprig und bleibt innen trotzdem angenehm weich. Wenn du etwas mehr Zeit hast, kannst du den Hefeteig auch länger gehen lassen. Dadurch wird er aromatischer und lässt sich oft noch besser verarbeiten.
Als frisches Topping passen Rucola, Basilikum oder auch ein paar Blättchen Oregano besonders gut. Gib die Kräuter am besten erst nach dem Backen auf die Pizza, damit sie frisch bleiben und ihr Aroma nicht verlieren. Ein paar Tropfen gutes Olivenöl oder etwas frisch gemahlener Pfeffer verleihen der Pizza Marinara zum Schluss das gewisse Etwas.
Natürlich kannst du die Pizza auch nach Lust und Laune erweitern. Zucchinischeiben, rote Zwiebeln, Paprika, Champignons oder Artischocken passen wunderbar, solange du den Belag nicht zu üppig machst. Gerade bei einer einfachen Pizza wie dieser lohnt es sich, die Zutaten eher sparsam einzusetzen, damit der knusprige Teig, die fruchtige Tomatensoße und der cremige Mandelmus-Käse richtig gut zur Geltung kommen.
Wenn etwas vom Mandelmus-Käse übrig bleibt, kannst du ihn sehr gut für andere Gerichte verwenden. Er passt zum Beispiel auf Ofengemüse, Lasagne, Aufläufe oder überbackene Brote. Im Kühlschrank hält er sich gut verschlossen zwei bis drei Tage und kann bei Bedarf mit etwas Wasser wieder cremig gerührt werden.

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