In Folge 524 des beVegt-Podcast schließen wir unsere Mini-Serie zum Buch „Good to Go“ von Christie Aschwanden ab.
Nachdem wir in der letzten Folge schon über Schlaf, Stress und den großen Regenerationsmarkt gesprochen haben, geht es diesmal um die Frage, warum viele beliebte Regenerationsmaßnahmen zwar plausibel klingen … aber wissenschaftlich oft deutlich schlechter belegt sind, als man denkt.
Du erfährst unter anderem:
- warum wir als Sportler:innen keine „Sonderernährung“ brauchen
- weshalb man auch zu viel trinken kann
- warum das berühmte „anabole Fenster“ eher ein Scheunentor ist
- wie exzessives Tracking uns von unserem Körpergefühl entfremden kann
- und weshalb viele Recovery-Tools wahrscheinlich vor allem über Placebo und Rituale wirken
Außerdem geht es um Entzündungshemmer, Eisbäder, Stretching, aktive Erholung – und um die beruhigende Erkenntnis, dass gute Regeneration oft viel einfacher (und günstiger) ist, als uns die Fitness- und Sportindustrie glauben machen möchte.
Wir wünschen dir viel Spaß beim Zuhören, und freuen uns wie immer über deine Rückmeldung zu dieser Folge in den Kommentaren oder im zugehörigen Thread in unserer Online-Community.
Links und Infos zur Show
- Buch: Good to Go von Christie Aschwanden (amazon* | genialokal*)
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Außerdem erwähnt
- Beitrag: 10 goldene Regeln für eine gesunde vegane Ernährung
- Beitrag: 33 Tipps gegen Schlaflosigkeit und für einen besseren Schlaf
- Beitrag: Trinken beim Laufen – Alles was du wissen musst
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Hallo ihr beiden,
Erst einmal vielen Dank für eine weitere spannende Folge (oder genauer zwei, die gehören ja zusammen). Viel davon hat man ja doch schon mal gehört, positiv oder negativ bewertet, und eine Einordnung ist da ganz sinnig.
Allerdings wollte ich kurz den Mediziner-Input zum Flüssigkeitshaushalt dalassen:
Salz und Wasser werden gemeinsam reguliert und man muss es ein bisschen differenzierter betrachten: beim laufen verlieren wir beides; wer schwitzt, verliert auch Salze. (Das Verhältnis ist auch ein bisschen abhängig vom Trainingszustand, aber das würde jetzt zu weit gehen). Grundsätzlich muss auch beides wieder zugeführt werden. Wenn man jetzt an der VP nur Wasser zu sich nimmt, fehlt das Salz eben immer noch; zu wenig Salz ist dann die Hyponatriämie. Die kann zu entsprechenden Symptomen wie Schwindel etc führen, weil der Salzgehalt maßgeblich dafür sorgt, dass das Wasser und damit auch der Druck in unseren Gefäßen konstant gehalten wird.
Man hat dann aber unterm Strich nicht zu viel getrunken, sondern zu wenig Salz substituiert. Gerade bei Läufen in Hitze ist es wichtig, dass auch die Flüssigkeit wieder zugeführt wird (die Symptome bei Mangel sind ganz ähnlich- Blutdruckeinbruch, Schwindel, Verwirrtheit, Kopfschmerzen…) Ich will eine Lanze dafür brechen, dass Läufer jetzt nicht anfangen, weniger zu trinken, das ist im schlimmsten Fall doppelt schlecht. Sondern eben auch Salz zu sich nehmen- in vielen Gels oder Isogetränken ist welches drin, man braucht da keine Unmengen.
Und ihr habt recht: in einer normalen Ernährung ist für gewöhnlich genug Salz- für normale Tage und normale Situationen. Unter größerer Belastung ist der Verlust deutlich größer und damit auch der situative Bedarf. Die sonstige Zufuhr von Elektrolyten o.ä. ist außerhalb des Trainings / Wettkampfes nicht erforderlich.
In der Hoffnung, nicht zu viel Verwirrung gestiftet zu haben,
Liebe Grüße aus Mainz!
Sabine