In Folge 520 des beVegt-Podcast ist die Achtsamkeits- und Meditationslehrerin Ulla König bei uns zu Gast. Ulla war schon früh an philosophischen Fragen interessiert, und kam schließlich über Yoga und Zen zur buddhistischen Einsichtsmeditation. Ihr gefiel, dass dort niemand einen blinden Glauben von ihr verlangte, sondern dass alles hinterfragt und im Alltag getestet werden durfte.
Heute unterrichtet sie als Achtsamkeits- und Meditationslehrerin an mehreren Seminarhäusern und arbeitet nebenbei für die Buddhastiftung. Und weil wir sie in der beVegt-Community auch als passionierte Läuferin kennengelernt haben, haben wir sie kurzerhand in den Podcast eingeladen.
In unserem Gespräch mit Ulla geht es um Buddhismus nicht nur auf, sondern auch abseits des Meditationskissens. Du erfährst, was der edle achtfache Pfad mit einem Kuchen gemeinsam hat, und warum die Frage „Was ist hilfreich?“ wichtiger ist als die Frage „Was ist richtig?“. Es geht um Anhaften und Loslassen, um die Bedeutung der Gemeinschaft für spirituelles Wachstum – und darum, was passiert, wenn die eigene Identität plötzlich durch eine langwierige Laufverletzung in Frage gestellt wird.
Wir wünschen dir viel Spaß beim Zuhören, und freuen uns wie immer über deine Rückmeldung zu dieser Folge in den Kommentaren oder im zugehörigen Thread in unserer Online-Community.
Links und Infos zur Show
- Ullas Website
- Die Buddhastiftung
- Hol dir den kostenlosen beVegt-Newsletter
- Komm in unsere Online-Community
- Jetzt vorbestellen: Unsere RUN VEGAN Laufshirts
Werbepartner dieser Folge
Hol dir 60 Tage BookBeat gratis!
BookBeat ist der beliebte Streamingdienst mit einer riesigen Auswahl von über 1.000.000 Hörbüchern und E-Books. Bei BookBeat kannst du so viele verschiedene Titel pro Monat hören, wie du willst – online oder offline, wann und wo immer du Lust auf ein gutes Hörbuch hast!
Und das Beste: Als beVegt-Hörer:in kannst du BookBeat 60 Tage lang komplett gratis ausprobieren und dabei bis zu 40 Stunden hören!
Geh dafür einfach auf bookbeat.de/bevegt, erstell dir dein Nutzerkonto und starte dein Gratisabo!
beVegt unterstützen
Wenn dir der beVegt-Podcast gefällt und du uns jede Woche gerne hörst, dann freuen wir uns, wenn du Supporter:in wirst und uns bei unserer Arbeit unterstützt.
So kannst du uns unterstützen!
Wir freuen uns zum Beispiel, wenn du eines unserer Kochbücher kaufst (oder verschenkst), oder uns via Steady oder Paypal finanziell unterstützt. Es ist ganz egal, ob das „nur“ 1 Euro oder mehr ist – jeder Beitrag hilft uns dabei, beVegt für dich am Leben zu halten.


Ihr Lieben,
vielen Dank für dieses tolle Gespräch mit Ulla, auf das ich mich schon sehr gefreut habe! Ohne Ulla persönlich zu kennen, macht sie einen sehr angenehmen und unaufgeregten Eindruck, mit viel Sanftmut und Positivität.
Das Thema was Katrin anspricht „Passt Buddhismus/Meditation zu mir?“ hat mich auch schon mehrfach umgetrieben. Bei mir persönlich ist es z.B. so dass ich von innen heraus weiß dass Zen etwas ist das zu mir „passt“ und das Zazen sich 100% natürlich für mich anfühlt, etwas wo der Geist zur Ruhe kommt bzw. Gedanken einfach fließen können. Ich weiß aber auch dass meine Frau z.B. hier komplett anders ist und in ihrer extrovertierteren Art eher Probleme mit der Stille hätte. Ich denke daher dass zwar jeder von Meditation profitieren *kann*, jedoch nicht jeder einen Zugang dazu finden wird, aufgrund der eigenen Persönlichkeit und auch Prägung/Entwicklung in der westlichen Welt. Und ich denke das ist ok. Für solche Personen ist dann vll. eine „aktivere“ Meditationspraxis mit mehr Körpererfahrung oder z.B. Yoga besser geeignet. Da gibt es nicht „den einen Weg“, ebenso wie es im Buddhismus ja schier unendliche Wege gibt und nicht „den einen“ Buddhismus…
Bzgl. der „inflationären“ Verwendung von Begriffen wie „Jetzt“ oder „Achtsamkeit“. Ja, sehe ich genauso. Wobei das ja alles einen wahren und ursprünglichen Kern hat, nur werden solche Begriffe dann halt häufig von Menschen benutzt und weiter verbreitet, die gar nicht *erfahren* haben was das eigentlich bedeutet. Und genau darum geht es im Buddhismus und bei der Meditation: man muss *erfahren* was das bedeutet, denn es kann mit Worten nicht beschrieben werden. Die Praxis der Meditation ist somit die Basis für die Verwirklichung eines „guten“ Lebens im Sinne des achtfachen Pfades und von Achtsamkeit im Alltag. Daher ist es auch schwer so etwas in Worte zu fassen, auch wenn dies unser „westlicher Geist“ so gern intellektuell greifen möchte. Und bei erwachten Meistern wohl noch schwerer, hier ist es dann vermutlich ähnlich wie bei Experten auf irgendeinem Gebiet, z.B. Medizin, die dann irgendetwas erklären und man selbst wie der Ochs vorm Berg steht 😉
Danke noch einmal für das tolle Interview und gern mehr davon! 🙏
Liebe Grüße, Matthias
Danke für die schöne Rückmeldung Matthias! Mir hat es auch sehr gut gefallen, dass Ulla die Meditation „auf dem Kissen“ nicht überhöht hat, sondern sie als eines von vielen Werkzeugen in der „buddhistischen Werkzeugkiste“ betrachtet. Man vergisst ja ganz gerne mal, dass wir die meiste Zeit unseres Lebens eben nicht meditierend verbringen, sondern beim Arbeiten, im Gespräch mit anderen Menschen, beim Einkaufen, beim Staubsaugen etc. – und dass wir auch in diesen Situationen „weiterüben“ dürfen.
Liebe Grüße
Daniel
Hallo,
danke für das Interview. Es hat bei mir noch einmal zu neuen Gedankenanstößen geführt. Ich möchte gerne drei Gedanken teilen, die kein Angriff sondern evtl. noch mal eine Gedankenrichtung sein könnten:
– Danke Katrin für deine kritische Haltung zur äußerst privilegierten Yoga-/Meditationsszene. Ich bin selbst Yogalehrerin und sehe ganz viele Sachen kritisch. Ich möchte immer gerne mehr von dir hören (allgemein). Oft hat Daniel in den Podcasts gefühlt mehr Redeanteil und das ist ja auch okay, das Konzept funktioniert ja. Mir ist deine Meinung manchmal auch wichtig (oder als Frau noch wichtiger) und da empfinde ich dich oft als total angenehmen „Gegenpol“.
– Ihr wehrt euch öfter gegen den Begriff „Selbstoptimierung“. Das verstehe ich gar nicht, weil ihr das ja vorlebt. Gerade mit dem Verzicht auf z.B. Alkohol oder hochverarbeitete Lebensmittel, mit neuen und herausfordernden Lauf-, Wander- oder Sportprojekten (z.B. Ruderchallanges), mit dem „Ziel von Meditation“, mit Büchern zur Weiterentwicklung… Meine absolut ernst gemeinte Frage ist, warum ihr diesen Begriff für euch so verwerflich findet? Ich möchte es nur gerne verstehen. Ihr (und auch ich) seid ja Teil einer privilegierten Bubble, die sich sowas halt auch einfach leisten kann und möchte… Dann kann man ja auch die Ehrlichkeit haben, dazu zu stehen.
Macht weiter so! Ich mag das neue Konzept und das, was daraus noch entstehen wird.
Liebe Grüße
Jana
Jetzt sind es doch nur zwei Gedanken geworden. Reicht ja auch 🙂
Vielen Dank für den wertvollen Input Jana. Ich weiß, dass ich mich manchmal (zu) gerne reden höre, und nehme das auf jeden Fall als Denkanstoß auf.
Mit dem Wunsch, sich persönlich weiterzuentwickeln, haben wir beide überhaupt kein Problem – positive Veränderungen im Leben anzustreben und zu erreichen ist ja ein Kernthema von beVegt, da würden wir schon sagen, dass wir „dazu stehen“ 😉
Wir mögen bloß den Begriff „Selbstoptimierung“ nicht, weil das Wort so etwas Leistungsbezogenes hat. Ulla hat die Meditation sinnbildlich als „fürsorgliche Zuwendung zu sich selbst“ bezeichnet. Dieser Begriff passt unserer Meinung nach viel besser, und er lässt uns mit einer „gesünderen“ Perspektive auf die Arbeit an unseren Gewohnheiten, unseren Einstellungen etc. schauen.
Liebe Grüße!
Daniel
Das kleine Büchlein Ikigai von Ken Mogli „Der Grund morgens aufzustehen“….japanische Lebenskunst….sehr lesenswert.
Es hat nur 168 Seiten ergänzt euren Podcast mit Ulla.
Habe es schon 4 mal gelesen um mich wieder zu erden.
Danke für den tollen Podcast.
Liebe Grüsse
Silly