Wer Markus Gärtner auf seinem Lebenshof im Hunsrück besucht, trifft auf einen empathischen, ruhigen Mann, der sich mit ganzer Kraft für Tiere einsetzt. Kaum zu glauben, dass dieser Mensch einmal ein hasserfüllter Neonazi war, Alkohol in rauen Mengen trank und ein Leben führte, das von Wut, Sucht und Orientierungslosigkeit geprägt war.
In dieser Folge erzählt uns Markus seine unglaubliche Geschichte – von der Kindheit, in der er früh mit Drogen und Gewalt in Berührung kam, über seine Zeit in der rechten Szene bis hin zu dem Moment, an dem alles kippte. Als er 2001 endgültig mit dem Trinken aufhörte, begann eine langsame, aber radikale Wandlung: Mit dem Alkohol wich auch der Hass aus seinem Leben, und machte Platz für Empathie.
Und schließlich fand Markus auf einem alten Bauernhof das, wonach er sein ganzes Leben gesucht hatte: Sinn, Frieden und eine Aufgabe.
Heute betreibt er den Lebenshof „Ein bisschen Wärme“ in Kirchberg im Hunsrück. Dort leben Rinder, Schweine, Ziegen, Esel, Hühner, Hunde und Katzen, die vor der Schlachtung gerettet oder aus schlechter Haltung übernommen wurden. Doch das Leben auf dem Hof ist alles andere als idyllisch: Es bedeutet harte körperliche Arbeit, hohe finanzielle Belastung und immer wieder auch emotionale Abschiede. Markus spricht offen über Panikmomente, schlaflose Nächte und den schmalen Grat zwischen Engagement und Erschöpfung.
Du erfährst in unserem Gespräch unter anderem:
- wie Markus als Jugendlicher in Sucht und rechte Ideologien abrutschte – und was ihn schließlich daraus befreit hat,
- warum der Weg aus der Abhängigkeit ein stiller, schrittweiser Prozess war,
- wie Empathie und Tierliebe ihm halfen, ein völlig neues Leben aufzubauen,
- welche Tiere auf seinem Hof leben und welche Geschichten sie mitbringen,
- warum Aktivismus nicht romantisch, sondern oft emotional und körperlich extrem fordernd ist,
- und wie Markus trotz aller Rückschläge seine Hoffnung und Leidenschaft nicht verliert.
Markus’ Geschichte ist unbequem, inspirierend und zutiefst menschlich – ein eindrückliches Beispiel dafür, dass Veränderung immer möglich ist, egal, wo man im Leben steht.
Wir wünschen dir viele inspirierende Momente beim Zuhören, und freuen uns über deine Rückmeldung zu dieser Folge in den Kommentaren!
Links und Infos zur Show
- Website: Lebenshof „Ein bisschen Wärme“
- Der Lebenshof auf Instagram
- Die SWR-Reportage über Markus Gärtner, über die wir auf ihn aufmerksam geworden sind
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Wieder eine sehr interessante und berührende Folge, die zeigt:
– nicht alles ist immer so schrecklich, wie es auf den ersten Blick scheint
– hinter einer Fassade aus Hass und Aggression steckt manchmal ein guter und warmherziger Kern
– Menschen sind wandelbar und zu Veränderungen fähig, mit denen man oft nicht gerechnet hätte
Ich wünsche Markus alles Gute, dass er immer mal wieder Zeit für eine entspannte halbe Stunde in der Badewanne findet und stets genügend nette und engagierte Menschen um sich herum hat, die sich an seiner Seite für dieses großartige Projekt einsetzen.
Hallo Bernd,
vielen Dank für deine Worte – das wünschen wir Markus auch!