In den letzten Monaten habe ich bei Ecodemy die Ausbildung Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten* absolviert und möchte heute von meinen Erfahrungen berichten. Du erfährst in diesem Beitrag, warum ich mich für diese Ausbildung entschieden habe, welche Themen behandelt werden, wie die Ausbildung im Detail abläuft, wem ich sie empfehle, welche Kritikpunkte ich habe und wie gut die Prüfung zu schaffen ist.
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Inhaltsverzeichnis
- Warum ich mich für diese Fortbildung entschieden habe
- Wie läuft die Ausbildung „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ ab?
- Inhalte des Ecodemy-Studiums „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“
- Meine 3 persönlichen Learnings aus dem Fernstudium
- Die Abschlussprüfung: Puh …
- Wem empfehle ich die Ecodemy-Ausbildung „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“?
- Mein abschließendes Fazit zur Ausbildung
- Gutscheincodes für Ecodemy Studiengänge
Warum ich mich für diese Fortbildung entschieden habe
Vor 4 Jahren habe ich bei Ecodemy meine erste Ausbildung absolviert, damals den Studiengang Vegane Ernährung für Sportler:innen*. Meinen ausführlichen Bericht dazu kannst du hier in Ruhe nachlesen.
Als im September 2024 das neueste Thema Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten* angekündigt wurde, war für mich sofort klar, dass ich den Kurs buchen würde.
Auf der einen Seite ist das Thema Darmgesundheit medial sehr präsent, und ich wollte mir einen fundierten Überblick verschaffen, was man wirklich selbst aktiv angehen und verändern kann. Außerdem weiß ich aus dem Austausch mit unserer Community, unseren Leser:innen und Podcast-Hörer:innen, wie viele Menschen von Nahrungsmittelallergien, Unverträglichkeiten und auch nicht näher benannten Verdauungsbeschwerden betroffen sind.
Und nicht zu vergessen: mein Studien-Abschluss als Diplom-Oecotrophologin liegt mittlerweile mehr als 20 Jahre zurück, so dass eine Menge Wissen in Vergessenheit geraten ist, und sich in der Zeit gleichzeitig viel in der Wissenschaft getan hat. Da ich mich seit über 30 Jahren intensiv für Ernährung interessiere, ist es mir wichtig, kontinuierlich dazuzulernen.
Wie läuft die Ausbildung „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ ab?
Die Ausbildungsmaterialien bestehen aus insgesamt 4 Kapiteln und umfassen jeweils etwa 120-180 Seiten. Die Ausbildung ist komplett digital. Nach der Anmeldung erhält man Zugriff auf die Kapitel als PDF-Dateien. Zusätzlich gibt es begleitende Videos, die einzelne Aspekte der Skripte noch einmal aufgreifen. Diese sind als ergänzende Wiederholung gedacht, denn neuer Stoff wird dort nach meiner Erfahrung nicht vermittelt.
Nach Abschluss jedes Kapitels folgt ein Multiple-Choice-Test mit jeweils zehn Fragen. Und ja, diese Tests haben es in sich. Man muss die Fragen und Antwortmöglichkeiten sehr genau lesen, denn der Teufel steckt im Detail.
Kleiner Tipp: Es lohnt sich, für diese vier Tests ausreichend Zeit einzuplanen, denn das Ergebnis macht bereits 50 Prozent der Gesamtnote aus. Wenn man hier sehr gut abschneidet, ist es rein rechnerisch kaum noch möglich, komplett durchzufallen.
Nach Bestehen der vier Multiple-Choice-Tests folgt die Abschlussprüfung, für die der Zeitpunkt frei gewählt werden kann. Genau das wurde mir allerdings ein wenig zum Verhängnis, denn ich habe die Prüfung mehr als ein Jahr vor mir hergeschoben. Und ich weiß, dass ich damit nicht die Einzige bin.
Anschließend erhält man entweder per E-Mail oder per Post (kann ausgewählt werden) das Ergebnis und das dazugehörige Abschlusszertifikat.
Inhalte des Ecodemy-Studiums „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“
Die vier Kapitel des Lehrgangs „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
In Kapitel 1 geht es um die verschiedenen Begrifflichkeiten rund um Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Abgrenzung von Allergien und Intoleranzen) sowie die mikrobielle Besiedlung des Darms.
In Kapitel 2 dreht sich alles um die Verbindung zwischen Darm und Gehirn (die oft zitierte „Darm-Hirn-Achse“), um Fehlbesiedlungen und Ungleichgewichte im Darm, typische Darmprobleme, den Einfluss der Psyche auf den Darm sowie um Möglichkeiten, die Darmgesundheit gezielt zu fördern.
Kapitel 3 befasst sich mit Nahrungsmittelallergien: den häufigsten allergieauslösenden Lebensmitteln, was im Körper bei Allergien passiert, wie sie diagnostiziert und therapiert werden können. Außerdem werden Kreuzallergien sowie pseudoallergische Reaktionen behandelt.
In Kapitel 4 geht es abschließend um Nahrungsmittelintoleranzen wie Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption und Sorbitunverträglichkeit. Außerdem werden biogene Amine und Histaminunverträglichkeit thematisiert.
Meine 3 persönlichen Learnings aus dem Fernstudium
#1 Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Social Media: keine gute Kombination
Das komplexe Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten spielt in den sozialen Medien eine große Rolle und wird dort häufig von Laien behandelt. Das führt leider dazu, dass viele Begriffe wild durcheinander geworfen werden.
Genau das erlebe ich so oft, und das birgt Gefahren, denn Medien beeinflussen Menschen (keine Überraschung!). Laut den Studienunterlagen von Ecodemy glauben etwa fünf- bis zehnmal mehr Menschen, an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu leiden, als tatsächlich medizinisch nachgewiesen wird. Und diese Gruppe verzichtet teilweise völlig unnötig auf einzelne Lebensmittel oder ganze Lebensmittelgruppen (und damit auch essenzielle Nährstoffe). Ein gutes Beispiel dafür ist Gluten.
Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe mir vor etwa zehn Jahren eine Glutenunverträglichkeit „eingebildet“. Brot und Brötchen habe ich oft schlecht vertragen. Wenn ich einige Tag auf glutenhaltige Getreideprodukte verzichtet habe, waren die Beschwerden wie weggeblasen. Heute weiß ich, dass ich Gluten grundsätzlich vertrage, aber viele Backwaren von Bäckereiketten nicht essen sollte. Ich merke recht schnell, ob traditionell gebacken wird oder Emulgatoren, Feuchthaltemittel und Konservierungsstoffe zum Einsatz gekommen sind.
Aber es geht noch weiter: Es gibt nicht nur Menschen, die unnötigerweise auf Lebensmittel verzichten, sondern leider auch Arztpraxen, die Beschwerden nicht ernst nehmen oder in der Diagnostik nicht geschult sind. Für Betroffene beginnt nämlich bei Beschwerden nicht selten eine lange Odyssee, denn die Ursachensuche ist oft langwierig, und selten einfach und eindeutig. Und wer keine Hilfe in der Praxis findet sucht sich Hilfe im Internet – und der Teufelskreis beginnt von vorne.
#2 Einige Dinge ändern sich nicht
Besonders gefreut hat mich, dass ein einfaches Tool, das bereits vor 25 Jahren empfohlen wurde, nach wie vor seinen festen Platz in der Praxis hat: das Ernährungstagebuch. Ich empfehle es selbst oft zum Start, denn es ist simpel, nahezu kostenfrei und kann oft überraschend schnell zu wertvollen Erkenntnissen führen. Dafür notiert man möglichst genau, wann man was gegessen hat und welche Beschwerden wann auftreten. Manchmal erkennt man selbst ein Muster, oder das Ernährungstagebuch ist die Grundlage für eine ausführliche Anamnese im Beratungsgespräch.
Darauf aufbauend können z.B. Allergien durch einen Prick-Test oder eine Laktoseintoleranz durch einen Wasserstoff-Atemtest bestätigt werden. Am Anfang steht aber oft ein Ernährungstagebuch und bildet die Basis.
#3 Nicht alles ist eine Krankheit
Wenn wir ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelgruppe nicht oder nicht mehr gut vertragen, muss nicht zwangsläufig eine Allergie oder Intoleranz dahinterstecken. Es gibt auch so etwas wie „Bekömmlichkeitsstörungen“, und dabei handelt es sich weder um eine Allergie noch um eine zu behandelnde Krankheit. Es ist zum Beispiel völlig normal, dass ab einem gewissen Alter die Aktivität an Verdauungsenzymen abnimmt, und einzelne Lebensmittel nicht mehr so gut vertragen werden wie noch einige Jahre zuvor.
Dafür gibt es keine Tests und keine Therapie, außer auf den eigenen Körper zu hören, achtsam mit ihm umzugehen und entsprechende Lebensmittel zu meiden.
Ich selbst merke, dass ich sehr fettreiche Speisen oder frittierte Lebensmittel nicht gut vertrage. Zu Hause gibt es so etwas nicht, und auswärts muss ich mir vorher überlegen, ob ich mir in den nächsten Stunden oder der folgenden Nacht die Beschwerden „leisten“ kann oder nicht. Einen spezifischen Test, der mir das anzeigt, gibt es aber nicht.
Die Abschlussprüfung: Puh …
Da ich bereits die Prüfung für die Ausbildung Vegane Ernährung für Sportler/innen* absolviert hatte, habe ich damit gerechnet, dass die Prüfung nicht einfach sein würde – und ich wurde nicht „enttäuscht“. Die fünf Prüfungsfragen mit jeweils mehreren Unterfragen waren wirklich anspruchsvoll. Für die Bearbeitung stehen insgesamt drei Stunden zur Verfügung. Anschließend dauert es 14 Tage, bis man das Ergebnis erhält (bei mir hat es dieses Mal nur einige Tage gedauert).
Es ist offiziell erlaubt, alle Unterrichtsmaterialien während der Prüfung zu verwenden, aber viel Zeit zum Suchen bleibt nicht. Ich würde die Prüfung als anspruchsvoll bezeichnen, und man sollte sie keinesfalls unterschätzen.
Ich hatte mir dafür einen Sonntagnachmittag freigeschaufelt und war danach sehr erleichtert, es endlich angegangen zu sein. Immerhin 15 Monate nach Beginn der Ausbildung.
Wie oben schon erwähnt, kann gar nicht so viel passieren, wenn die Multiple-Choice-Tests gut waren … aber trotzdem möchte man ja idealerweise nicht nur „gerade so“ durchkommen. Und so war ich dann richtig erleichtert als ich nach einigen Tagen die Nachricht bekam, dass ich sehr gut bestanden hätte.
Wem empfehle ich die Ecodemy-Ausbildung „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“?
Wenn dich das Thema wirklich interessiert oder du dich aus persönlichen oder fachlichen Gründen weiterbilden willst, dann kann ich dir die Ausbildung Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten* bei Ecodemy ans Herz legen. Du wirst viele neue Erkenntnisse und überraschende Fakten lernen. Thematisch geht es in die Tiefe und in die Breite.
Wenn dich die Themen der Ausbildung eher oberflächlich interessieren oder du neue Erkenntnisse zu einem ganz speziellen Thema, z.B. Histaminintoleranz oder FODMAPs (beides wird in der Ausbildung behandelt), erhalten möchtest, dann kauf dir lieber ein oder zwei gute Bücher speziell für diesen Bereich. Dann hast du wahrscheinlich sowohl dein Geld als auch deine Zeit besser investiert.
Gleichzeitig bezweifle ich, dass man ohne medizinisches oder ernährungswissenschaftliches Studium Betroffene wirklich umfassend beraten kann, zumindest wenn es über die Erstellung problem- und lösungsorientierter Ernährungspläne hinausgeht.
Mein abschließendes Fazit zur Ausbildung
Die Inhalte der Ausbildung sind strukturiert, logisch aufeinander aufbauend und mit Quellen belegt. Sie basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Beim Selbststudium bleiben wenige Fragen offen. Und wenn doch, dann gibt es ein internes Forum zum Austausch, und das Ecodemy-Team antwortet sehr schnell auf E-Mails. Das ist wirklich top!
Mein inhaltlicher Kritikpunkt wäre, dass der Laktoseintoleranz sehr viel Raum gegeben wurde, obwohl Laktose gerade in der veganen Ernährung praktisch keine Rolle spielt (da Milch- und Milchprodukte in der veganen Ernährung nicht vorkommen). Aber da die Laktoseintoleranz zu den wichtigsten Lebensmittelintoleranzen gehört und sie bei uns in Deutschland eher Standard als Ausnahme ist (die allermeisten Erwachsenen vertragen keine großen Mengen an Laktose) gehört das Kapitel bei einer umfassenden Betrachtung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten wohl dazu.
Innerhalb der vier Kapitel gibt es einige inhaltliche Wiederholungen, die man hätte kürzen können. Für mich war das aber in Ordnung.
Die Prüfung ist kein Kritikpunkt, aber man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man wirklich gefordert ist und sich intensiv darauf vorbereiten sollte.
Gutscheincodes für Ecodemy Studiengänge
Ich hoffe, dass mein Erfahrungsbericht deine Fragen rund um die Ausbildung „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ von Ecodemy beantworten konnte. Wenn du dich nun für ein Ecodemy-Fernstudium entscheidest, dann freue ich mich, wenn du für deine Buchung einen der folgenden Gutscheincodes verwendest. Damit erhältst du einen Rabatt auf die Studiengebühren, und wir bekommen eine Provision von Ecodemy, so dass du auf diese Weise auch unsere Arbeit rund um beVegt unterstützt.
Die Ausbildung habe ich natürlich selbst bezahlt und nicht von Ecodemy zur Verfügung gestellt bekommen.
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Hast du schon Erfahrung mit Online-Ausbildungen im Ernährungsbereich gemacht? Wenn ja, welche? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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