
Laufen im Wald – für viele Läufer ein Traum. Leider wohnen die wenigsten so perfekt. Foto: Ben Lawson / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Du willst laufen, aber es gibt etwas, das dich daran hindert – und es ist weder ein Zeitmangel, noch der fehlende Laufpartner oder das falsche Schuhwerk?
Dann könntest du ein Kopf-Problem haben. Herzlich Willkommen im Club – du bist nicht alleine.
Eine unvorteilhaft dunkelrote Gesichtsfarbe, ein dummer Spruch eines nicht-laufenden Mitbürgers oder ein Hund mit ausgiebigem Spieltrieb – all das kann zum Lauf-Hindernis werden und dir den Spaß am schönsten Sport der Welt verderben.
Auch wenn ich es mir heute nicht mehr vorstellen kann – noch vor wenigen Jahren blieb ich statt zu Laufen immer wieder einmal zu Hause, weil ich fürchtete, in eine unangenehme oder peinliche Situation geraten zu können.
Inzwischen weiß ich, dass hinter vielen dieser mentalen Laufblockaden vor allem mangelndes Selbstvertrauen steckt. Die meisten konnte ich inzwischen überwinden – mit ein paar ganz einfachen Tricks.
Lass dich von diesen 5 Laufblockaden nicht mehr ausbremsen…
- Du denkst, dass du zu langsam bist.
Zu langsam? Wirklich? Was heißt denn zu langsam? Schau dich einmal um, in deiner Familie, im Freundes- und Kollegenkreis. Dort wirst du zahlreiche Menschen finden, die sich nicht vorstellen können, auch nur einen einzigen Kilometer schneller als im Gehschritt unterwegs zu sein.
Leider haben viele von uns die natürlichste und früher überlebensnotwendige Fortbewegungsmöglichkeit verlernt: das Laufen. Laufend bist du schneller unterwegs – egal wie langsam dir dein Tempo vorkommt – als all die Personen, die gar keinen Sport machen.
Denk bei deinem nächsten Lauf einfach daran, dass viele Menschen nicht einmal gehend die Strecke zurücklegen könnten, die du gerade laufend meisterst. Jeder hat mal klein angefangen. Bleib dran, lauf regelmäßig, dann kommt das Tempo von ganz alleine.
- Auf deiner Laufstrecke wirst du von vielen “Nicht-Läufern” gesehen.
Das Problem kenne ich nur zu gut. Ich hatte das Glück, meine Laufanfänge in einem Wald machen zu können, wo es vor Läufern nur so gewimmelt hat. Die Straße als Laufterrain – und damit die Beobachtung durch Fußgänger – war mir viele Jahre komplett unbekannt. Die wenigsten von uns wohnen so perfekt am Wald- oder Feldrand oder in der Nähe eines Flusses, dass sie überhaupt nicht über Straßen laufen müssen.
Als ich irgendwann durch einen Umzug gezwungen war, erst einmal ein ganzes Stück durch die Stadt zu laufen bis ich in den Stadtwald kam, war mir das nicht nur unangenehm, sondern sogar peinlich. Wenn ein Auto in meine Nähe oder mir ein Fußgänger entgegen kam habe ich manchmal sogar aufgehört zu laufen und bin nur noch gegangen. Ich weiß wie sich das anhören muss, aber es war so.
Was kann dir in dieser Situation helfen? Für mich war es einfacher, nicht alleine, sondern mit einer Freundin oder einem Freund zu laufen. So war ich abgelenkt, habe mich unterhalten und war gleichzeitig nicht die einzige Person, die zwischen normalen Fußgängern Sport macht. Und nach einigen Wochen war es mir egal, ich bin einfach auf der Straße gelaufen, ungeachtet der Menschen, die mir entgegen kamen. Auch kann es förderlich sein, den Weg zur Laufstrecke mit dem Fahrrad zurückzulegen. Aber Achtung: Erkältungsgefahr im Anschluss!
- Du bekommst immer schon nach wenigen Metern einen hochroten Kopf.
Es gibt Menschen, die werden beim Sport schnell rot im Gesicht. Andere haben einen absolut unveränderlichen Teint. Und die dritte Sorte hat das Glück, einfach nur braun zu werden. Das liegt zum großen Teil an deiner Hautfarbe und ist zusätzlich Veranlagung.
Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn du schnell rot im Gesicht wirst. Immerhin bist du dann sportlich aktiv, dein Kreislauf kommt in Schwung, dein Herz pumpt um ein Vielfaches mehr – das sieht man dir natürlich an. Das darf man dir auch ansehen!
Ich garantiere dir, spöttische Blicke erntest du nur von den Personen, die unsportlich sind, die sich nicht zum regelmäßigen Training aufraffen können, die nicht wissen was es heißt, körperlich aktiv zu sein.
- Dir ist es unangenehm, wenn ein Auto neben dir hupt oder ein Spaziergänger (vornehmlich männlicher Natur) dir einen wenig intelligenten Spruch hinterherruft.
Als ich für meinen ersten Marathon trainierte konnte ich damit überhaupt nicht umgehen. Blöde Kommentare von auf Bänken sitzenden Männern, hupende Autofahrer, pfeifende Bauarbeiter oder die “hopp-hopp”- und “schneller” bis hin zu den “Wo läufst du denn hin?” oder “Darf ich mitlaufen?”-Rufen. Damals entwickelte ich den größten Ehrgeiz, auf die blödesten Sprüche verbal zu reagieren, etwas Kluges zu erwidern, um mich irgendwie zu retten.
Es hat einige Jahre gedauert bis mir klar wurde, dass die Sprücheklopfer keinen Sinn für Sportlichkeit haben können. Kein Sportler würde auch nur im Ansatz auf die Idee kommen, einer laufenden Person hinterherzupfeifen, ihr einen Kommentar zuzurufen oder sie zu einem schnelleren Schritt zu animieren. Als mir das bewusst war, konnte ich innerlich über die Möchtegern-Wichtigtuer nur noch lachen.
Seitdem habe ich für eventuelle Kommentare einen inneren “Aus”-Knopf entwickelt: ich nehme die Person gar nicht mehr wahr. Alles andere würde auch zu viel Energie kosten. Energie, die ich zum Laufen benötige. Vielmehr tun mir die Verursacher leid, die nicht wissen was es bedeutet, mit der Kraft des eigenen Körpers voranzukommen. Solltest du ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann probier es doch auch einmal mit meiner “rechts rein-links raus”-Methode. Aber: es dauert, auch diese Fähigkeit muss man trainieren.
- Du hast Angst vor (freilaufenden) Hunden.
Tja, und das ist mein persönliches großes Problem, das auch ich noch mit mir herumtrage. Seit ich denken kann habe ich Angst vor Hunden.

Hunde sind für Läufer eine ideale Begleitung – so lange man keine Angst vor ihnen hat. Foto: RobW / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Groß, klein, bellend, knurrend, oder ganz brav und erzogen – ich fürchte mich vor allen die nicht an der Leine sind. Kommt mir ein unangeleinter Pudel mit Herrchen entgegen – ich wechsle sofort die Straßenseite. Leider habe ich den Eindruck gewonnen, dass gerade nackte, rennende Läuferwaden den Jagd- und Spielinstinkt eines Hundes wecken, der noch verstärkt wird von meiner Angst, die ich nicht verstecken kann.
Wie kannst du trotzdem laufen, ohne in der permanenten Angst zu leben, gleich von einem Hund gebissen zu werden?
Ich laufe niemals alleine durch den Wald.
Auch meide ich bewachsene Wege am Main, bei denen ich nur wenig Sicht in die Ferne habe.
Oft habe ich von Weitem den Besitzer schon gebeten, doch bitte den Hund kurz festzuhalten. Ich habe bereits die Bekanntschaft mit sehr einsichtigen, zuvorkommenden, verständnisvollen Besitzern gemacht. Leider war auch das Gegenteil der Fall: unverschämte Kommentare, Verständnislosigkeit – und ganz schlimm: Besitzer, die ihren Hund gerne festhalten würden, ihn aber nicht unter Kontrolle haben.
Viele Hundebesitzer und -kenner geben Tipps: die Arme unten lassen, einmal laut rufen, einem kampflustigen Hund nicht in die Augen schauen. Das hilft bei mir leider nicht viel, da ich in solchen Momenten absolut panisch reagiere und nicht kontrollieren kann, wie ich mich verhalte – und damit sicherlich eine völlig unangebrachte Körpersprache an den Tag lege.
So meide ich Wald und einsame Felder (zumindest alleine), freue mich über Läufe im Regen (da sind meist weniger Spaziergänger mit Hunden unterwegs) und setze weiterhin auf den Dialog mit den Besitzern.
Wie sieht’s bei euch aus – welche Laufblockaden haben euch früher vom Laufen abgehalten? Wie habt ihr sie überwunden? Vor welchen Situationen habt ihr noch immer Angst? Und könnt ihr mir Tipps für mein “Hundeproblem” geben?















Vielen Dank für den tollen Artikel . Ich kämpfe zur Zeit mit einem Motivationsloch bezuglich Lust . Aber denke das wird wieder
Hallo Dirk, vielen Dank für Deinen Kommentar. Und ja, ganz bestimmt. Manchmal will einem der Körper damit auch etwas sagen. Und irgendwann kommt die Lust wieder von ganz alleine. Ich kenne diese Motivationslöcher auch. Aber irgendwann sind sie vorbei. Viele Grüße, Katrin
Liebe Katrin,
das ist ein toller Artikel!
Das Männerproblem habe ich auch. Ich werde so häufig einfach angehupt, angelabert oder sowas von frech ausgiebig von oben bis unten gemustert (gerne auch, indem der Autofahrer abbremst und neben langsam neben mir fährt). Mir vergeht da wirklich die Lust am Laufen und mehrmals bin ich schon richtig aggressiv vom Laufen wiedergekommen. Was denken diese Typen eigentlich? Dass ich nur Laufen gehe, damit die was zu gucken haben??
Dir Tipps für Hunde zu geben, ich kanns mal versuchen. Das Problem ist, Hunde merken wirklich sofort, wenn du nervös bist oder Angst hast. Wenn du wirklich fixiert wirst und ein Hund direkt auf dich zukommt, dann dreh dich um und halte im deine Hände hin. Die wenigsten Hunde beißen wirklich. Das wird dir jetzt nicht helfen, aber sie haben halt in der Tat den Jagdtrieb und möchten dann einfach spielen. Halte dir einfach vor Augen: Der Hund ist kein bösartiges Tier. Außerdem sollten Hundehalter ihre Hunde jederzeit unter Kontrolle haben.
Momentan habe ich eine phsyische Laufblockade (seit 2 Wochen Schmerzen in der linken Hüfte). Heute ist der erste Tag, an dem ich sie nicht mehr spüre, yay! Ich warte noch bis morgen und dann gehe ich wieder laufen. Die ersten zwei Wochen waren richtig hart, ich war unausgeglichen ohne Sport und es ging mir schlecht. Leider gewöhnt sich mein Körper gerade daran und ich denke mit Schrecken an morgen. Wird meine Leistung weg sein? Was ist, wenn ich wieder von vorne anfangen muss? Und so weiter…
Generell kenne ich weniger die Laufblockaden die du schilderst, sondern eher die, dass ich Angst vorm Versagen habe. Mir ist egal, was andere denken, aber ich will, dass ich gefälligst die Leistung bringe, die ich mir vorgenommen habe.
Liebe Grüße!
Lisa
Hallo Lisa, dein letzter Satz hat mich richtig motiviert, mich gleich auf den Weg zu machen – vielen Dank! Das hört sich sehr gut und entschlossen an.
Viele Grüße, Katrin
Ich weiß aber genau was du meinst, mich hat das früher auch sehr geärgert, wenn ich etwas hinterhergerufen bekommen habe. Heute gar nicht mehr, vielleicht kommt das mit dem Alter?!? Wie oben beschrieben – heute tun mir die Leute leid.
Leider gibt es Besitzer, die ihre Hunde nicht unter Kontrolle haben. Leider schon mehrfach erlebt, auch wenn mir persönlich bisher noch nie etwas wirklich Schlimmes passiert ist. Als ich gerade den Kommentar von Homeveganer gelesen habe ist mir wirklich anders geworden. Im Moment fahre ich so ganz gut, auch wenn es mich manchmal ärgert, auf einsamere Strecken oder auf das Laufen alleine im Wald verzichten zu müssen.
Und dir wünsche ich morgen ganz viel Spaß (und ein wenig Geduld) bei deinem ersten Lauf und hoffe, dass du keine Schmerzen mehr hast. Daniel ist übrigens im Januar die Kniescheibe bei einer blöden Bewegung rausgerutscht. Da war drei Wochen Laufpause angesagt, und davor war er erkältet, so dass es insgesamt vier Wochen waren. 10 Wochen nach seinem ersten Laufschritt Mitte Februar ist er übrigens einen Marathon in 3:00:47 gelaufen, nur knapp eine Minute langsamer als seine persönliche Bestzeit und seinen zweitschnellsten Marathon überhaupt. Von daher: greif dein Ziel an
Hi Lisa, so ganz von vorne anfangen muss man eigentlich nie, wenn man schonmal eine gute Form hatte… der Körper merkt sich das und man ist oft schneller wieder auf dem alten Niveau als man für möglich gehalten hätte (siehe Katrins Kommentar zu meiner Verletzung). Ich drücke dir die Daumen dass die Hüfte keine Probleme mehr macht!
Leider musste ich nach 3 Schritten sofort abbrechen. Ich bin frustriert und hab gleich nochmal einen Termin beim Orthopäden ausgemacht. So ein Mist
Das kann ich gut verstehen. Ich drücke dir die Daumen, dass du bald Gewissheit hast – und es natürlich nichts Schlimmes ist.
Es ist eine dancer’s hip, ich habe zu viel und zu doll trainiert. Marathon muss wohl warten. Ich hab meinem Körper zu viel abverlangt und jetzt streikt er. O-Ton Physiotherapeut: “Der Körper ist eine Diva.”
Die Therapie ist übrigens sehr schmerzhaft! Aber ich bin froh, zu wissen, was es ist.
Mensch Lisa das ist schade – ich wünsch dir eine gute Besserung und aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Den Marathon wirst du irgendwann laufen!
Schöner Artikel. Bei Punkt 5 kann ich mitfühlen, ich habe nämlich das gleiche Problem wie du
Ich habe als Kind so ziemlich alles mit Hunden angestellt, was man sich vorstellen kann, bis mich mal einer auf einer Treppe von oben angesprungen hat, erzählen meine Eltern. Seit dem habe ich immer einen Bogen um alle Hunde gemacht. In den letzten Jahren habe ich diese Angst richtig gut abgebaut und fast komplett verloren … ja …. ja bis ich angefangen habe zu joggen ….
Ich habe dieses Jahr jemanden überholt, der seinen Hund festgehalten hat. Im vorbeilaufen habe ich mich freundlich bedankt, wie immer. Danach habe ich meine Musik wieder lauter gemacht und bin wieder schneller geworden. Nach ca. 30 Metern, aus heiterem Himmel, springt mich dieser Hund von hinten an und schnappt nach mir. Mir ist fast das Herz stehen geblieben. Auf mein rufen, er möchte den doch bitte an die Leine nehmen, habe ich die Antwort bekommen, ich bin doch selbst dran Schuld, weil ich so mit den Armen gewedelt habe. Unglaublich! Während unserer dann lauter werdenden Diskussion hat der Hund wieder Anlauf genommen und ist ein zweites mal auf mich los. Ich erspare euch weitere Details. Nur so viel …
Ich habe mich trotz allem danach wieder einigermaßen beruhigt, bis ich diesem Hundebesitzer 2 Wochen später wieder begegnet bin und der Hund ein drittes mal auf mich los ging. Kurzversion: Pfefferspray, Androhung von Gewalt, Anzeige bei der Polizei, Wochen später ein Brief vom Ordnungsamt. Bla, bla … konnten den Besitzer nicht ausfindig machen.
Ergebnis: Ist jogge seit dem “am liebsten” neben stinkenden Autos in der Stadt und ich finde das gar nicht so übel, um mal wieder die Kurve zu dem Thema Motivation zu kriegen.
Vorteile:
# 99% aller Hunde sind an der Leine
# Ich kann sofort an der Haustür starten und habe keinen Zeitverlust.
# Ich habe ein riesiges Streckennetz mit viel Abwechslung.
# Ich kann die Strecke bequem meiner Tagesform anpassen.
# Ich KÖNNTE jederzeit abbrechen und in den Bus einsteigen und nach Hause fahren.
# Auf Fußwegen kann man sicherer und entspannter laufen, als auf Feld- oder Waldwegen mit Löchern und Steinen.
# Es gibt viele “Verpflegungsstationen” unterwegs, falls benötigt.
# Wenn andere mich beobachten fühle ich mich eher motiviert.
Eigentlich beobachte ich eher die Anderen
Dann sehe ich 15:30 Uhr schon die ersten mit dem Bier an der Bude stehen, völlig gestresste Autofahrer, die zum nächsten Termin hetzen, Übergewichtige, die McDonalds ansteuern …. und dann denke ich mir, Mensch, heute wieder alles richtig gemacht!
So, jetzt habe ich es mir aber richtig schöngeredet
Mir ist wirklich anders geworden bei deinen Schilderungen. Mir ist nie etwas Schlimmes passiert, aber das hat mich gerade wirklich umgehauen. Da kann ich verstehen, dass du am liebsten an Straßen läufst. Nach deinen Worten werden ich noch achtsamer sein. Hast du denn immer ein Pfefferspray dabei? Das habe ich mir noch nicht zugelegt, da ich immer denke, das könnte einen Hund noch agressiver machen. Viele Grüße & danke für deine Schilderung! Katrin
Ich wollte dir und auch keinem anderen Angst machen! Die meisten Hunde und Besitzer sind vernünftig. Nur die wenigen Ausnahmen verderben einem dann die Lust, schade. Ich hoffe ja noch, dass ich hier ein paar gute Tipps bekomme.
Pfefferspray habe ich seit meiner MTB Zeit dabei, als mir mal ein Kampfhund die verschwitzte Wade abgeleckt hat. Genau so einer. Ich war am ganzen Körper so steif wie mein MTB Rahmen
Nach minutenlanger Leichenstarre rief dann endlich jemand aus dem Wald: “Ach einfach ignorieren, die kriegt zu Hause nur zu wenig Liebe”. Sollte wohl witzig sein?
Seit dem habe ich das Spray dabei und ich weiß es wirkt! Mir tat der Hund dabei richtig leid denn eigentlich hätte der Besitzer die Ladung verdient gehabt
Ja das ist das Schlimme – dass die verständnislosen Besitzer ihren Hund eigentlich erst in die Situation versetzen, in der er sich u.U. eine Ladung Pfefferspray oder einen Tritt abholt. Ich würde es hassen einem Hund so etwas in die Augen sprühen zu müssen… habe schon oft überlegt ob es vielleicht Kurse o.Ä. gibt bei denen man seine Angst vor Hunden ablegen kann, aber ich glaube so ganz würde ich das nie aus dem Hinterkopf bekommen.
Moin,
schöne Tipps. Ich habe mir angewöhnt, Sprücheklopfer entweder zu ignorieren oder sie zum Mitlaufen aufzufordern. Das sorgt für Ruhe. Zum Glück bin ich für Anmachsprüche zu alt und zu taub.
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Ein paar Teenanger habe ich auch einfach mal am Arm genommen und mitgezogen. Die haben nie wieder was gesagt
Erstaunlichwerweise habe ich durch das Laufen die Angst vor Hunden verloren, die meisten sind harmlos. Und inzwischen kenne ich auch fast jeder Hund und jedes Herrchen auf meiner Stammstrecke. Wenn ich woanders bin, bin ich aber auch vorsichtig.
Und ganz ehrlich, speziell wir Frauen sollten mal weniger darüber Nachdenken, wie wir für andere aussehen, ob die Klamotte gut sitzt, die Haare schön sind, ein paar Pfund zu viel und der Kopf rot…. wir laufen doch wohl aus Spass und für die Gesundheit und vor allem FÜR UNS. Lasst sie doch alle denken, was sie wollen! Gilt natürlich auch für Männer, aber die haben meist mehr Selbstbewußtsein abbekommen.
Und zum Abschluß noch einen Satz meines Bruders, einem 5:19 bis 6:00 Marathonläufers: Die meisten laufen gar nicht los, also egal, wann ich im Ziel bin.
Hey Christine, den Satz deines Bruders muss ich mir merken, der ist super!
LG, Daniel
Wie immer gut geschriebener Artikel! Ich wurde vor wenigen Wochen von einem frei laufendem Hund gebissen, deswegen kann ich den Punkt mit den Hunden gut nachvollziehen. Ich habe schon jetzt Angst wie das werden wird wenn ich wieder joggen gehen kann. Es haben ja leider viele Hundehalter keine Kontrolle über ihr Tier.
Wow, was man scheinbar so alles beim Laufen erleben kann! Ich bin froh, dass ich die von euch beschriebene Erfahrungen noch nicht machen musste. Wenn ich beim Laufen abgesprochen werde, dann sind das eigentlich immer motivierende, anfeuernde Sprüche. Ich treffe z.B. regelmäßig einen älteren Herrn, der mit seinem Hund Gassi geht. Die sind beide total lieb und ich halte gerne Mal einen kurzen Schwatzbmit ihm. Freue mich sogar immer, wenn ich die beiden schon von weitem sehe.
Meine Laufblockaden sind eher Motivationsprobleme.
Motivationsprobleme kenne ich eigentlich nur im Winter, wenn es schon nachmittags dunkel ist. Aber in diesem Winter werde ich mir eine Winterlaufserie suchen – und hoffe, dass das hilft!
Gibt es bei dir einen bestimmten Grund für die fehlende Motivation?
Ich denke mir immer, so schlecht und langsam ich auch laufe und so beknackt das vielleicht aussehen mag, ich bin und bleibe immer zumindest der Erste von denen, die es NICHT tun.
Genau so sieht es aus – und diese Einstellung hat mir früher dann auch geholfen, dran zu bleiben! Viele Grüße, Katrin