
Kartoffel-Spinat-Auflauf mit Cashewtopping - blitzschnell zubereitet
Ich liebe Aufläufe.
Aufläufe kommen aus dem Ofen, sind warm, und außerdem dienen sie zur Resteverwertung: Nudeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Tofu – alles kann man in ihnen “verarbeiten”. Leider kann die Zubereitung ganz schön zeitaufwändig sein: Nudeln kochen, Gemüse waschen, putzen und schneiden, Wartezeiten, Tofuschnetzel anbraten, Soße mixen, lange Backzeit.
Dabei können Aufläufe doch ideal vorbereitet werden. Wir erledigen die Zubereitung in der Regel vor dem Laufen und schieben ihn in den Ofen, sobald wir wieder zu Hause angekommen sind. Danach folgt Stretching, Flüssigkeit nachtanken, bei längeren oder intensiveren Läufen direkt eine Kleinigkeit essen, duschen – und der Auflauf ist fertig!
Und dieses Exemplar geht besonders fix – die Zubereitung (ohne Wartezeit, denn die kann man ja anderweitig nutzen) dauert nur wenige Minuten. Ich verwende als Hauptzutaten nur Kartoffeln und Spinat. Aufläufe mit vielen verschiedenen Zutaten sind toll, aber manchmal ist weniger einfach mehr.
Die Powerzutaten
Spinat, ein grünes Blattgemüse, enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, darunter nennenswerte Mengen Calcium, Eisen und Kalium sowie die Vitamine C, E und Carotinoide. Auch wenn (wie früher fälschlicherweise angenommen) 100g Spinat keine 35mg Eisen enthalten sondern nur etwa 3-4, liefert eine große Portion Spinat bereits einen wichtigen Teil des täglichen Eisenbedarfs. Leider enthält die durch die Comicfigur Popeye bekannte Spinatpflanze auch Oxalsäure, die wiederum mit Eisen zusammen einen Komplex bildet und den für die Blutbildung wichtigen Mineralstoff wieder aus dem Körper heraus transportiert. Spinat sollte daher nicht deine einzige Eisenquelle sein.
Kartoffeln, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehören, bieten neben Kohlenhydraten und Eiweiß viel Kalium. Für dieses Rezept haben wir vorwiegend festkochende Kartoffeln verwendet. Notfalls würde ich eine festkochende Sorte nehmen. Nur mehligkochende Kartoffeln passen nicht in dieses Rezept. Der Auflauf könnte matschig werden.
Anders als bei anderen Aufläufen verwende ich zum Überbacken weder Hefeschmelz noch veganen Streukäse, sondern ein Cashew-Topping. Ich hätte es früher ja auch nicht gedacht, aber aus Cashewkernen können extrem “käsige” Soßen gezaubert werden. Es schmeckt nur einfach noch besser!
Zutaten (für 2 große Portionen):
- 750g Kartoffeln
- 500g Spinat (frisch oder aus dem Tiefkühlregal)
- 1 Knoblauchzehe
- 75g Cashewkerne
- 2 EL Rapsöl
- 1 Zwiebel
- 1-2 EL helle Misopaste
- Saft einer halben Zitrone
- Salz
- Pfeffer
- Öl für die Auflaufform
Zubereitung:
Den Spinat einige Stunden vorher aus der Tiefkühltruhe nehmen, so dass er nicht mehr gefroren ist. Ist er an einigen Stellen doch noch hart, einfach in einem Topf mit 2-3 EL Wasser kurz erwärmen. Frischer Spinat muss selbstverständlich gewaschen, geputzt und eventuell zerkleinert und nicht gekocht werden. Knoblauchzehe schälen und zerkleinern. Den Spinat mit Knoblauch, Salz und Pfeffer mischen.
Die Cashewkerne für mindestens eine Stunde, besser drei Stunden in Wasser einweichen.
Die Kartoffeln in einen Topf mit wenig Wasser geben. Die Kartoffeln müssen nicht komplett mit Wasser bedeckt sein, denn sie werden auch im Dampf gar (“Dampfkartoffeln”). Den Topf mit dem Deckel abdecken, das Wasser zum Kochen bringen, und sobald es kocht die Hitze verringern und ca. 15 Minuten weiterkochen. Die Kartoffeln müssen nicht vollständig gar sein. Die (ungeschälten!) Kartoffeln in Scheiben schneiden.
Die Zwiebel schälen und fein hacken. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig anschwitzen. Das Wasser der Cashewkerne abgießen und zusammen mit der Zwiebel-Öl-Mischung, der Misopaste, Zitronensaft, Salz und Pfeffer in einem kleinen Mixer mixen. Das Ergebnis sollte eine cremige, nicht zu feste, aber auch nicht zu flüssige Masse sein.
Eine Auflaufform mit wenig Öl einpinseln. Erst die Kartoffelscheiben einlegen, anschließend den Spinat darauf verteilen und am Ende mit der Cashewcreme abdecken.
Den Auflauf für ca. 30 Minuten bei 180°C im Backofen backen. Das Cashewtopping darf schön braun werden, aber natürlich nicht verbrennen. Guten Appetit!
Und für alle, die Eiweiß vermissen: zwischen die Kartoffel- und die Spinatschicht passt noch eine Lage gekochte Linsen, Kichererbsen oder auch Kidneybohnen. Auch gegrillter Tofu macht sich sicherlich gut!
Zubereitungszeit: 15 Minuten (ohne Wartezeit)
Esst ihr gerne Aufläufe? Was ist dein Lieblings-Auflauf?


Cashew-Creme, Cashew-Topping, das lese ich immer öfter. Muss ich auch mal versuchen. Bisher mache ich die mir immer nur so an’s Müsli.
Unbedingt! So eine Cashew-Creme schmeckt ganz anders als die Nüsse pur, und eröffnet Veganern noch einmal ganz andere Möglichkeiten. Wir haben demnächst mal eine Cashewmilch auf dem Plan.
@Homeveganer: Geht mir genauso!
Ich hab mich auch noch nie getraut damit zu überbacken. Die schmecken doch so schon so toll. Ich hab viel zu viel Angst, dass sie danach nicht mehr so toll sein könnten.
@ Katrin:
Antwort auf deine Frage:
Mein Lieblingsauflauf ist jeder Kartoffel-Auflauf, also auch dein Rezept.
Wird nächste Woche getestet.
Vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich bin gespannt, wie es Dir schmeckt!
Das Rezept steht schon auf der Nachkoch-Liste. Sieht superlecker aus!
Es sieht nicht nur so aus, es schmeckt auch so! Und gerade im Moment bekommt man ja auch viel frischen Spinat.
[...] Nach einer Idee von Katrin & Daniel [...]
[...] versuchen. Wer das Überbackene mag, der sollte Hefeschmelz probieren oder z.B. die Kruste von Katrins Kartoffel-Spinat-Auflauf. Aus Vernunftsgrunden sollte aber eines gesagt sein: Lieber ein Ende mit [...]
Habe gestern Euren Auflauf nachgekocht. Na ja – bisserl verändert. Und sooo schnell finde ich geht das mit dem Auflauf dann doch nicht. Nüsse einweichen, Spinat vorbereiten, Soße zubereiten etc…. das geht vielleicht schnell, wenn es zu den Lieblingsrezepten gehört, aber beim ersten Mal?
Na ja, weil ich zu spät dran war, hab ich die Nüsse statt einzuweichen kurz gekocht und weil ich kein Miso hatte, hab ich Soja-Soße verwendet (wie ist da der geschmackliche Unterschied?). Aber ich muß sagen: Wirklich lecker!!!!
Und wird bestimmt nochmal gekocht. Dann geht´s vielleicht auch schneller
Hallo Nadine, schön dass es dir geschmeckt hat. Und bestimmt gehts beim nächsten Mal schneller – allein schon weil du nicht mehr “nachlesen” musst. Misopaste hat einfach diese cremige Textur und schmeckt viel milder als Sojasoße (natürlich sortenabhängig).
Aaach Nadine, man wird doch wohl mal eine aufmerksamkeitsheischende Überschrift verwenden dürfen – ist doch für einen guten Zweck